Der sanierungsbedürftige Johanneshof wird weiter ungenutzt dastehen. Die Pläne für den Kauf durch die Gemeinde Unterhaching sind vorerst vom Tisch. Foto: Robert Brouczek

Pläne für neues Jugendzentrum rücken in weite Ferne

Unterhaching - Der Johanneshof wurde nie an die Gemeinde Unterhaching verkauft. Vom Tisch sind damit bis auf Weiteres alle Pläne für einen neuen Jugendtreffpunkt.

Ende 2007 schien schon alles fix zu sein. Aus dem Rathaus verlautete, es werde wohl im Februar 2008 zur notariellen Beurkundung kommen. Der damalige Bürgermeister Erwin Knapek (SPD) wähnte den Kaufvertrag „fast fertig“ – es gehe „nur noch um ein paar Sicherheitsabsprachen“, da das Areal unmittelbar an die Bundeswehr-Uni in Neubiberg angrenzt.

Jetzt stellte sich nach einer Anfrage der CSU im Gemeinderat heraus: Der Johanneshof wurde in Wirklichkeit nie gekauft. Tanja Probst beantragte, den genauen Sachstand öffentlich zu machen. Die CSU-Gemeinderätin argumentierte mit einem großen öffentlichen Interesse, da sie immer wieder von Jugendlichen angesprochen würde, wann denn endlich der Umbau des Johanneshofs beginne und das Jugendzentrum eröffnet werde.

Daraus wird so schnell gar nichts – der Grund sind kostspielige Sicherheitsaspekte, wie Bürgermeister Wolfgang Panzer (SPD) erläutert: „Für die angrenzende Bundeswehr-Universität in Neubiberg gilt in puncto Sicherheit der NATO-Standard. Das heißt, wir müssten eine spezielle Tor- und Kontrollanlage bauen sowie diese auch unterhalten. Die jährlichen Kosten dafür würden mindestens 20 000 Euro betragen – und daran sind laut Panzer bis dato die Verhandlungen mit der Bundesimmobilien-Verwaltungsgesellschaft (im Gespräch war ein Kaufpreis von vier Millionen Euro für den stark sanierungsbedürftigen ehemaligen Bauernhof) gescheitert. Einen baldigen Erwerb lässt die derzeitige Haushaltslage nicht zu.

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