Planerisches Fingerspitzengefühl soll chaotische Zustände beheben

- Ausschuss will Unordnung vor Martin-Kneidl-Volksschule regeln

Grünwald - Die Schüleranfahrt an der Grünwalder Martin-Kneidl-Volksschule ist Eltern, Lehrern, der Polizei und der Gemeindeverwaltung seit langem ein Dorn im Auge. Nach fast fünf Monaten der Überlegung fasste der Verwaltungsausschuss in seiner jüngsten Sitzung den Beschluss, an der Dr.-Max-Straße zwei Haltebuchten einzuziehen. Außerdem prüft die Verwaltung eine mögliche Verlegung der Bushaltestelle von der Kelten-Straße in die Dr.-Max-Straße.

Verkehrsplaner Karl-Heinz Heitzer stellte den Ausschussmitgliedern vier bauliche Varianten vor, um die "ungeordneten Verhältnisse neu zu regeln". Im August vergangenen Jahres hatte die Polizei die damalige Zufahrt zur Schule an der Dr.-Max-Straße mit Mohrenköpfen kurzerhand gesperrt mit der Begründung, die Verkehrssicherheit sei nicht gegeben (wir berichteten).

Die Situation hat sich laut Bürgermeister Jan Neusiedl (CSU) mittlerweile zwar gebessert, aber "wir müssen noch etwas tun". Dabei geht es nicht um einen kleinen Wird Schulbus vor Feuerwehrzufahrt halten? Brennpunkt, sondern um das ganze Gelände vor der Schule. Die von Verkehrsplaner Heitzer favorisierte Variante sieht vor, die verkehrsberuhigende Schwelle in der Dr.-Max-Straße zu belassen, die frühere Anfahrt dagegen einzugrünen. Zudem sollen die Eltern - wie zwischenzeitlich bereits so gehandhabt - vor der Schule schräg parken. Haltestellen von Bus und Linientaxi könnten danach an die Dr.-Max-Straße vor die Feuerwehrzufahrt verlegt werden. "Das Landratsamt hat dagegen nichts einzuwenden, wenn der Fahrer im Bus bleibt und nur kurz hält", so Heitzer. Wohl aber Polizeihauptkommissar Reinhard Ullrich von der Grünwalder Polizei, der das Halten vor der Feuerwehrzufahrt grundsätzlich ablehnt.

Anklang quer durch die Fraktionen fand der Vorschlag Robert Zettels (CSU), auf dem Schulparkplatz eine Vorfahrt zum Ein- und Aussteigen neu einzurichten, weil sich "die Eltern quer hinstellen, so lange es geht". Die Situation sei unübersichtlich, die Sicherheit der Kinder gefährdet. Das beobachtete auch die Rektorin der Grundschule, Heidi Osterwald: "Ich habe mir die Mühe gemacht, einen Einblick zu bekommen und um zehn vor Acht von oben hinausgeschaut." Osterwald berichtet von oft chaotischen Zuständen.

Ihr Wunsch, Lehrerparkplätze auszuweisen und dazu die Hälfte des Parkplatzes umzuwidmen, wird vorerst nicht erfüllt. Denn schrittweise soll nach dem Willen Neusiedls der Umbau vonstatten gehen und begonnen wird mit neuen Haltebuchten an der Dr.-Max-Straße.

Marc Schreib

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