Fleißige Helfer: (v.l.) Bärbel Luft, Johannes Schuster und Gudrun Gehring. Foto: gemeinde Pullach/fkn

Platzmangel beim Isartaler Tisch

Pullach - Der Isartaler Tisch ist dringend auf Spenden angewiesen: Die Helfer freuen sich über Geld, Sachspenden oder tatkräftige Unterstützung

Pullach - Für viele Kunden des Isartaler Tischs ist Weihnachten keine einfache Zeit. Denn viele können sich weder ein Festmahl noch Geschenke leisten. Ihre Armut wird ihnen in dieser Zeit einmal mehr allzu deutlich vor Augen geführt. Johannes Schuster und rund 50 weitere Ehrenamtliche sind dann zur Stelle, versuchen, die Not ein wenig zu lindern.

Rund 170 Bedürftige aus Pullach, Baierbrunn und Solln versorgen sie jede Woche mit Lebensmitteln. Wer freitags schon einmal das unscheinbare Haus im Gewerbegebiet Höllriegelskreuth besucht hat, merkt schnell, dass die Menschen nicht nur wegen der kostenlosen Lebensmittel kommen. Es ist auch ein Treffpunkt, der für ein soziales Miteinander wichtig ist.

Im Herbst 2007 wurde die Einrichtung des Isartaler Tischs erstmals im Gemeinderat Pullach diskutiert, Johannes Schuster setzte die Idee um. Zunächst hegte so mancher Volksvertreter Zweifel, ob es überhaupt einen Bedarf gebe. Die Zahl der Besucher bei der Lebensmittelausgabe zeigt: ja.

Und die Zahl der Bedürftigen steigt. Die Wohnung, in der der Isartaler Tisch untergebracht ist, „platzt aus allen Nähten“, verdeutlicht Schuster ein großes Problem. Die zwei Wohnungen und insgesamt rund 100 Quadratmeter reichen hinten und vorne nicht. Darum will sich der Isartaler Tisch, für den die Caritas als Träger fungiert, vergrößern. Geplant ist, eine zweite, angrenzende Wohnung für den Isartaler Tisch umzubauen - und den Platz somit zu verdoppeln. Die Verhandlungen mit dem Vermieter laufen, die Pläne liegen bereits beim Landratsamt zur Prüfung. Zum einen muss geklärt werden, ob eine Nutzungsänderung nötig ist, erläutert Schuster. Zum anderen gilt es, den Brandschutz zu prüfen.

Der Koordinator möchte mit dem Umbau „am liebsten im Frühjahr anfangen“ und die Arbeiten „so einfach und kostengünstig wie möglich“ umsetzen. Trotzdem werden die Kosten auf 200 000 Euro geschätzt.

Um dem Isartaler Tisch und den bedürftigen mehr Platz bieten zu können, sind Schuste rund sein Team aber dringend auf Spenden angewiesen. „Mindestens 50 000 Euro“ möchte er so generieren - und hofft, dass möglichst viele Menschen in der Weihnachtszeit ein Herz für die Bedürftigen aus dem Isartal zeigen und für die Erweiterung spenden.

Spendenaufruf

Wer den Isartaler Tisch unterstützen möchte - ob finanziell, mit Lebensmittelspenden oder als ehrenamtlicher Helfer - findet auf der Internetseite www.isartaler-tisch.de alle wichtigen Informationen, Adressen und Kontaktdaten

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