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Wolfgang Gerstenberger hat die Diskussion mit dem Verein „Miteinander in Kirchheim“ organisiert.

Am Donnerstag im Pfarrsaal

Podiumsdiskussion zur Flüchtlingsfrage in Heimstetten

Kirchheim – Eine Podiumsdiskussion über die Flüchtlingssituation hat der Verein „Miteinander in Kirchheim“ organisiert. Diese beginnt am Donnerstag, 10. Dezember, um 19 Uhr im Pfarrsaal St. Peter in der Gruber Straße in Heimstetten.

„Die Situation der Flüchtlinge in Kirchheim – das ist doch das Thema unserer Tage schlechthin. Wir wollen ein paar Denkanstöße und Lösungsmöglichkeiten anbieten“, sagt Wolfgang Gerstenberger. Er ist stellvertretender Vorsitzender des im Juni gegründeten Vereins „Miteinander in Kirchheim“ und hat gemeinsam mit zahlreichen Mitstreitern die Diskussion organisiert. 

„Wir schaffen das – aber wie?“ ist die Veranstaltung überschrieben. „Unser Verein will die Kirchheimer Bürger nach der sehr emotionalen Diskussion um den Standort der Asylbewerberunterkunft mit Fakten versorgen“, erläutert Gerstenberger. Daraus wurde auf der homepage (www.miteinander-in-kirchheim.de) ein „Faktencheck“, der ausführlich Stellung nimmt zu Themen wie: „Asylbewerbern geht es besser als Hartz IV-Empfängern“, oder „Der Wert unserer Immobilien in Kirchheim wird sich durch die Asylbewerberunterkunft deutlich vermindern“. Ebenso findet man auf der Seite Analysen, Szenarien und Informationen zu Fragen, warum die Zahl der Flüchtlinge so massiv gestiegen ist oder wie der Flüchtlingsansturm Deutschland verändert.

„Nun wollen wir dazu mit den Bürgern diskutieren“, lädt Gerstenberger ein, der den erkrankten Vereins-Vorsitzenden Jürgen Erkens bis zur Neuwahl im Frühjahr vertritt.

Drei hochkarätige Referenten hat sich der Verein für die Veranstaltung eingeladen: Professor Godehard Brüntrup ist Philosoph und Jesuit sowie Professor für Philosophie an der Hochschule für Philosophie in München. Sein Schwerpunktthema ist die „Motivation“ – was also Menschen dazu bewegt, etwas zu tun. „Und für dieses gewaltige Thema der Flüchtlinge brauchen wir möglichst viele Menschen, die helfen, die sich und andere motivieren“, erläutert Gerstenberger.

Zweiter Referent ist Caspar von Hauenschild, er ist Vorstand der Anti-Korruptions-Organisation „Transparency International“ und wird darüber berichten, warum ein Flüchtling überhaupt flüchtet und zum Thema „Offenheit für gesellschaftliche Veränderungen“ sprechen. Dr. Michaela Harlander ist Geschäftsführerin des Kirchheimer IT-Sicherheitsunternehmens „genua“ und persönlich sehr engagiert in der Flüchtlingshilfe. Sie erläutert, welche Möglichkeiten die Flüchtlinge für die Unternehmen der Region bieten.

„Das ist ja unser großer Hoffnungsschimmer in dieser oft so unsachlichen Diskussion“, sagt Wolfgang Gerstenberger, „dass die Wirtschaft den Flüchtlingen positiv gegenübersteht.“ Nach den Vorträgen besteht für das Publikum die Möglichkeit, ausführlich mit den drei Referenten zu diskutieren. bb

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