Zur Ortsentwicklung Baierbrunns hat sich Baierbrunner Interessengemeinschaft Gedanken gemacht. Doch nicht alle Vorschläge aus dem Positionspapier stoßen bei den anderen Fraktionen auf Zustimmung. Foto: Archiv ms

Positionspapier stößt Diskussion an

Baierbrunn - Mit einem Positionspapier hat die Baierbrunner Interessengemeinschaft (BIG) die Diskussion um die Ortsentwicklung neu entfacht.

Viele Vorschläge zu Verkehr, Gewerbe und Tourismus stoßen bei den anderen Parteien auf Skepsis. „Einige gute Ideen, aber vieles ist nicht umzusetzen“ - so lauten die Reaktionen auf das Positionspapier der BIG.

Jede Menge Diskussionsstoff bringt der Verkehr mit sich. Die BIG fordert, die B 11 für den Ort verträglicher zu gestalten. Außerdem schlägt die Interessengemeinschaft Kreisverkehre an der nördlichen sowie der südlichen Ortseinfahrt vor. Davon hält Gemeinderat Alfred Hutterer (ÜWG) nichts und verweist darauf, dass das Straßenbauamt Planungen für einen Kreisverkehr im Norden bereits abgelehnt habe.

Mit großer Skepsis reagieren die Parteien auch auf den Vorschlag, den Tourismus in Baierbrunn zu stärken. Die BIG stellt sich hier einen runden Tisch mit Vertretern aus der Gastronomie, aus Vereinen und der Gemeinde vor, um über eine Förderung des Tourismus zu beraten. Während sich Robert Gerb (Grüne) das für Baierbrunn nicht vorstellen kann, spricht Josef Fröhler (CSU) von einer „guten Idee“.

Um die finanzielle Zukunft der Gemeinde zu sichern, schlägt die BIG vor, weitere Gewerbeansiedlungen ins Auge zu fassen und mit Unternehmen vor Ort über die Verlegung ihrer Firmenzentrale nach Baierbrunn zu beraten. Damit die Gemeinde mehr Freiheiten in der Ortsgestaltung hat, will die BIG prüfen lassen, welche Grundstücke Baierbrunn kaufen könnte. Die Vertreter der anderen Parteien setzen dem die „klamme Finanzlage“ entgegen.

Breite Zustimmung findet dagegen der Vorschlag, einen Seniorenbeauftragten zu ernennen, der sich um die Belange älterer Menschen kümmern soll. Und außerdem: „Es ist das erste Mal, dass Vorschläge zur Ortsentwicklung so gebündelt dargestellt werden“, lobt SPD-Altbürgermeisterin Christine Kammermeier.

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