Problemzonen und Vorzeigeobjekten bei Busfahrt näher gekommen

- Kreisräte informieren sich im Hachinger Tal

Landkreis (agm) - Wenn es auch nur zehn Minuten dauerte: Für diesen Termin blieb Direktorin Karin Oechsle gerne den Nachmittag im Schulhaus. Auf ihrer Mammut-Informationsreise mit 21 offiziellen Besichtigungspunkten durch das Hachinger Tal kam gestern eine Kreistagsdelegation auch kurz in Oberhaching beim neuen Modus-21-Gymnasium vorbei. Was aber wäre Modus 21 - sprich eine moderne, auf neue kommunikative Strukturen ausgerichtete weiterführende Schule -, wenn ihr die entsprechenden Mehrzweckräume zum Durchführen des Modellprojektes fehlen? Oechsle erläuterte den Personen, die im Kreishaushalt 2003 über eine mögliche Gymnasiumserweiterung entscheiden müssen, warum die Schule mit ihren derzeit 968 Schülern im 25. Jahr des Bestehens so dringend einen Anbau benötigt. Keine Frage, dass auch Bürgermeister Stefan Schelle (CSU) das Anliegen der Schule unterstützt.

So nutzte auch Neubibergs Bürgermeisterin Johanna Rumschöttel (SPD) die Fahrt, um beim Sportpark Unterhaching das künftige Infineon-Gelände oder im Vivamus-Wohnpark auch das Gewerbegebiet mit dem frisch bezogenen Neubau der Firma Force Computers zu präsentieren. Der Bus mit den Kreisräten hielt dabei genau an der Bushaltestelle Lilienthalstraße, wo für die 700 Mitarbeiter demnächst die Linie 211 und 217 öfter halten soll. Darüber war es im Kreisausschuss zu Auseinandersetzungen gekommen (wir berichteten). Rumschöttel: "Die Gemeinde Neubiberg hat nicht eine Frist versäumt, sondern ist zu schnell dran. Wir wollten den Betrieb mit seinem Wunsch auf Bustaktverkürzung nicht auf 2004 vertrösten. Deshalb haben wir schon jetzt einen Dringlichkeitsantrag gestellt." CSU-Fraktionssprecher Ernst Weidenbusch hatte der Gemeinde dagegen Versäumnisse vorgeworfen. Rumschöttel konnte die Situation im Kreisausschuss nicht klären, weil sie auswärts auf einem Termin war: "Wenn man einmal fehlt!"

Die Rundreise von Unterhaching über Taufkirchen nach Neubiberg, beziehungsweise Unterbiberg bis Oberhaching führte aber nicht nur zu Problempunkten der Kreispolitik. Sie diente den neu gewählten Kreisräten vor allem auch der Information über den Landkreis. So kamen einige erstmals ins Bundeswehrgelände, wo sie erfuhren, dass Neubiberg nicht nur die größte Universität der Bundeswehr ist, sondern die einzige neben Hamburg. Johanna Rumschöttel bedauerte in diesem Zusammenhang, dass aufgrund der Ereignisse vom 11. September geplant sei, das Gelände einzuzäunen und nicht mehr der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Zudem werde keine der internen Ausbauten städtebaulich mit der Gemeinde abgesprochen.

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