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120 Schüler informieren sich über ihre Chancen in 22 Unternehmen.

Lehrstellenbörse an der Mittelschule Unterschleißheim

Hallo Zukunft, wir kommen

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Unterschleißheim - Die Aufgabe der Schule ist es nicht nur, die jungen Menschen bestmöglich zum Abschluss zu bringen. Für das Leben nach dem Unterricht organisiert die Mittelschule Unterschleißheim im ganz großen Stil eine Lehrstellenbörse.

Diese bringt die Schulabgänger der kommenden Jahre mit Unternehmen aus der Region zusammen, um die traditionell hohe Quote der gut untergebrachten Schulabgänger zu erhalten. Vertreter von 22 Unternehmen aus dem Münchner Norden kamen in die Mittelschule mit Lehrstellen sowie Praktikumsplätzen im Angebot.

Andreas Vollrath mit Sohn wirbt für den Beruf des Zimmerers.

 Die Lehrstellenbörse war eine Pflichtveranstaltung für die siebten bis zehnten Klassen. Deren Durchlauf durch die Vorträge, nach denen sie jeweils Fragen stellen konnten, war bewusst gestaffelt. So hatten die Schüler, die demnächst die Schule verlassen werden, zuerst die Auswahl unter den Firmen und Lehrstellen. Die Siebtklässler dagegen kamen als Letzte dran, weil sie ja noch etwas Zeit haben. 

Chancen für Lehrstellen und Praktika

Die Organisatorin der Lehrstellenbörse, Sabine Lemire, ermunterte die Schüler der siebten Klassen, innerhalb der schulischen Betriebspraktika noch das eine oder andere auszuprobieren und auch einmal etwas ganz Neues zu wagen. So kam es dann auch, dass sich für den Beruf des Zimmerers viele junge Frauen interessierten, sie machten die Hälfte des Publikums aus. Andreas Vollrath von „Das Bau-Team“ hatte seinen Sohn Finn (4) als Verstärkung mitgebracht. Beide präsentierten sich stolz in der traditionellen Zimmerer-Tracht. Vollrath war als Vorsitzender des Gesellenprüfungsausschusses ein besonders guter Ansprechpartner, weil niemand die Prüfungsanforderungen so gut kennt wie er. Sein Unternehmen bewarb er mit der lokalen Bodenständigkeit: „Wir fahren nicht eine Woche auf Montage und kommen dann am Freitag wieder nach Hause. Wir sind in der Region unterwegs und kommen so daher jeden Abend wieder nach Hause.“ 

Wichtige Orientierung

Die Stadt Unterschleißheim präsentierte eine ehemalige Abgängerin der Mittelschule, die ihre Ausbildung in der Stadtverwaltung machte. Sie konnte von ihren eigenen Erfahrungen berichten. Bürgermeister Christoph Böck betonte, dass die Stadt sich um mehr Ausbildungsaktivitäten bemühe. Die Schule lobte er für die Lehrstellenbörse, „weil diese Orientierung für die Schüler sehr wichtig ist“. Rektorin Gina Hanke ist die Lehrstellenbörse in der Mittelschule wichtig und in ihren Augen wertvoller als eine messeähnliche Veranstaltung, bei der die Jugendlichen von Stand zu Stand gehen. „Die Kinder können in den Klassenzimmern in einem geschützten Rahmen ihre Fragen stellen“, erklärt die Schulleiterin. An der Mittelschule bekommt die Lehrstellenbörse eine zusätzliche Gewichtung durch die Vor- und Nachbereitung im regulären Unterricht. Rund 120 junge Menschen verlassen die Mittelschule jedes Jahr. Rund die Hälfte nimmt das Abschlusszeugnis mit dem bereits unterschriebenen Lehrvertrag in der Tasche entgegen. Die Anderen entscheidet sich zum Großteil für den Besuch weiterer Schulen. „Unsere Ergebnisse sind selbstredend“, sagt Hanke über ihre Schulabgänger, die nur in ganz seltenen Fällen in eine ungewisse Zukunft gehen.

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