Die Klassensprecher holen sich von Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler die Kinderortspläne. Foto: Michalek

Projekt soziale Stadt: Kinder erkunden die Parksiedlung

Oberschleißheim - Der Kinderortsplan steht jetzt allen Schülern der Gemeinde zur Verfügung.

Nach ihrem Auftritt in der Grundschule Parksiedlung teilte Bürgermeisterin Elisabeth Ziegler (SPD) den von Schülern selbst erstellten Plan auch in der Berglwald-Schule aus.

Auf der Veranstaltung in der neuen Mensa überreichten Schüler, der Elternbeirat und Oberschleißheimer Geschäftsleute im Gegenzug Schecks für karitative Zwecke. 225 Euro gehen an den Oberschleißheimer Tisch, 390 Euro an das Bildungsprojekt des Quartiersmanagement für die Parksiedlung. Pfarrer Ulrich Kampe erhielt 408 Euro in bar für „Menschen in Not“. Wie Rektorin Agnes Brunner betonte, steuerten Berglwald-Schüler das Geld im Verlauf der vergangenen Woche Zehn-Cent-weise bei.

Jeder Berglwald-Schüler erhielt ein Exemplar des Kinderortsplans, der zunächst klassenweise verteilt wurde. Den Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen bleibt es überlassen, wie sie mit dem Plan umgeht, der alle Attraktionen zusammen fasst, die die Gemeinde für Kinder und Jugendliche bereit hält.

Jutta Rogall etwa will sich mit ihren Schülern aus der 4a überlegen, ob die Kinder die angebotenen Stationen jeder für sich, frei nach eigenen Vorlieben, erobern sollen oder ob sie mir ihrer Klasse Exkursionen anbieten wird. „Die Schüler sind jetzt in einem Alter, in dem sie Oberschleißheim für sich entdecken.“

Der Kinderortsplan ist eines der ersten Ergebnisse des Projekts Kinderpartizipation. Im Rahmen des Programms „Soziale Stadt“ waren Schüler, wie berichtet, durch die Gemeinde gezogen, um kindergerechte Orte zu markieren und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten für Winkel der Gemeinde, die für Kinder weniger tauglich sind. Professor Tilo Klöck und die neue Quartiersmanagerin Marga Mitterhuber, die das Projekt mit einem Team von der Münchner Hochschule für angewandte Wissenschaften organisiert hatten, waren bei der Übergabe der Pläne dabei.

Bürgermeisterin Ziegler und Rektorin Agnes Brunner äußerten sich sehr zufrieden, dass der Kinderortsplan so gut angenommen wird. Ziegler bedankte sich zudem bei den Spendern, besonders den Geschäftsleuten am Stutenanger, die während des Lichterfests Spenden gesammelt hatten: „Es freut mich sehr, dass sich Menschen in der Gemeinde für andere engagieren.“

Die Leiterin der Tafel, Sonja Hausner, bedankte sich bei dieser Gelegenheit für Sach- und Geldspenden. Die Tafel wird von den Kirchen, der Caritas und 40 freiwilligen Helfern unterstützt. „Jede Woche können wir damit 40 Haushalten ein wenig weiter helfen“, sagte Hausner. Elternbeiratsvorsitzender Wera Neubauer war es wichtig, dass auch die Schüler Spenden beisteuerten. Die Kinder hätten damit gezeigt, dass ihnen durchaus bewusst sei, „dass es nicht allen Kindern in Oberschleißheim gut geht.“

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