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Anklage wegen 27 Vergehen

Prozessauftakt: 43-Jähriger soll Tochter seiner Ex-Freundin missbraucht haben

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Landkreis - Missbrauch in 27 Fällen wirft die Staatsanwaltschaft einem 43-Jährigen aus dem Landkreis vor. Das Opfer: die Tochter   seiner früheren Partnerin.

Ein 43-jähriger Bauunternehmer, der im Landkreis München wohnt, muss sich seit gestern vor dem Landgericht München II verantworten, weil er in Egmating die Tochter seiner Lebensgefährtin missbraucht haben soll. 

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, dass er sich von Sommer 2008 bis Sommer 2010 mindestens 27 Mal an dem Mädchen, das damals zwölf und 13 Jahre alt war, vergangen haben soll. 

Der Angeklagte, der dafür eine Woche in Untersuchungshaft saß, bestreitet die Taten. Er hat sich aber zu Prozessauftakt noch nicht zu den Vorwürfen geäußert. Ausgesagt hat er bisher nur zu seiner Person. 

Im Jahr 2007 zog der Angeklagte mit seiner damaligen Freundin und deren Tochter in Egmating zusammen. Als das Kind zwölf Jahre alt war, soll er damit begonnen haben, es unsittlich zu berühren. In der Folgezeit hätten sich die Übergriffe deutlich gesteigert. Sie fanden laut Anklage meist im Kinderzimmer statt. Zuletzt soll er sich auch im Urlaub an dem Mädchen vergriffen haben, während dessen Mutter im selben Wohnmobil schlief.

Laut Anklage verschlechterten sich nach einer Weile des mutmaßlichen Missbrauchs die schulischen Leistungen des Kindes, woraufhin es der Angeklagte anschrie und Hausarrest verhängte. Weil sich auch die Beziehung zwischen ihm und seiner Lebensgefährtin verschlechtert hatte, soll das Mädchen befürchtet haben, dass er Mutter und Tochter aus der Wohnung werfen werde, wenn sie etwas sage. 

Der Angeklagte äußert sich laut seinem Verteidiger Joachim Schwarzenau in einem Brief zu den Vorwürfen. Diesen Brief wird das Gericht voraussichtlich im Laufe des Prozesses verlesen. Angesetzt sind für den Prozess insgesamt fünf Verhandlungstagen.

gut

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