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Erdhaufen säumen die Habenschadenstraße, in der auch Manfred Scheurer wohnt. Er kann es kaum erwarten, dass die Bauarbeiten endlich ein Ende haben.

Erdwälle vor dem Häusern

Haufenweise Bauarbeiten

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Pullach - Wenn Manfred Scheurer dieser Tage aus dem Fenster seines Hauses an der Habenschadenstraße in Pullach schaut, dann kann er nicht bis auf die andere Seite sehen. Und so wie ihm geht es vielen Habenschadenstraßen-Bewohnern. Denn vor ihren Zäunen türmen sich meterhohe Erdwälle, von Planen bedeckt.

Seit über einem Jahr müssen die Anwohner viel Geduld beweisen. Im März 2015 startete die Gemeinde hier mit Kanal-, Wasserleitungs-, Fernwärme- und Straßenbauarbeiten. Voraussichtlich bis September müssen die Anwohner mit der Dauerbaustelle leben. Hintergrund ist, dass gleich zu Beginn der Arbeiten festgestellt, wurde, dass das Erdreich mit teerhaltigem Material belastet war. Teer unterzumischen, war vor 40 Jahren noch völlig üblich im Straßenbau. Aufwändig musste das Erdreich also abgetragen und zu einer Deponie transportiert werden. Es ist jetzt das vierte Mal, dass in der Habenschadenstraße gegraben wird: erst für den Regenwasserkanal, dann für die Wasserleitung, dann für die Leitungen der Geothermie. Und jetzt muss zwischen Jaiserstraße und Josef-Breher-Platz wieder Erde entfernt werden, um den Boden auf Frostsicherheit und Belastung zu überprüfen. Bis es ein Laborergebnis gibt, müssen die Erdhaufen abgedeckt an Ort und Stelle liegen bleiben. Das ist gesetzlich vorgeschrieben. Den Werten entsprechend wird dann entschieden, zu welcher Deponie die Erde transportiert wird. Schon in den nächsten Tagen sollen die Anwohner dann wieder freie Sicht haben.

Laut Gemeinde handelt es sich bei der Habenschadenstraße seit langem um die komplexeste Straßenbaumaßnahme der Kommune. Die Straße habe einen sehr schmalen Querschnitt mit vielen Bäumen. Dazu kam, dass ein zweiter Regenwasserkanal gebaut werden musste, weil der bisherige zu klein war.

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