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In nur 45 Minuten war die Abiturfeier am Pater-Rupert-Mayer Gym nasium vorbei.

Pater-Rupert-Mayer-Gymnasium Pullach

Gut vorbereitet aufs echte Leben

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In Rekordzeit, hatte man das Gefühl, hat heuer das katholische Pater-Rupert-Mayer-Gymnasium seinen Abiturjahrgang ins Leben verabschiedet. Nach dem Gottesdienst und einem Sektempfang im schönen Altbau dauerten die verschiedenen, von Musik umrahmten Ansprachen nur eine knappe dreiviertel Stunde – dann wurden den 37 angehenden Ex-Schülern ihre Zeugnisse überreicht.

Pullach – Er hoffe, der anstehende Wechsel zurück zum G 9 sei der letzte Umbruch im Gymnasium, den er organisieren müsse, meinte in seiner auch recht knapp gehaltenen Ansprache Schulleiter Stefan Antoni. Er glaube, sagte er auch, die Schüler hätten in den vergangenen acht Jahren ausreichend Werte vermittelt bekommen, um bestehen zu können im Leben – das ja für sie jetzt erst richtig losgeht.

Fast schon traditionell witzig war im Anschluss die Ansprache, die Isabella Koch und Marie Deutschmann stellvertretend für ihre Mitschüler gehalten haben. Erstmal sei es gar nicht so einfach, fingen sie an, künftig in den Supermarkt zu gehen, ohne gleich das „soziale Milieu“ von Mitarbeitern und Kunden dort zu analysieren, ohne die Rechnung dann in ein Oktaeder zu verwandeln und dessen Flächen zu berechnen. Jedoch, schönerweise: „Die Lehrer haben uns nicht nur Formeln beigebracht.“

Dankesworte statt harter Abrechnung

Früher haben junge Erwachsene in ihren Abireden durchaus auch mal abgerechnet mit den Verhältnissen in ihrer Schule im speziellen, aber auch mit dem Bildungssystem, der Gesellschaft ganz allgemein. Das ist lange, lange vorbei. Heute wird sich brav nach allen Seiten bedankt – das war im Pater-Rupert-Mayer-Gymnasium nicht anders. Einige Lehrer wurden besonders lobend herausgehoben, unter anderem einer, der den Schülern gleich mal erklärt hatte, der Pädagogenberuf sei nie sein Traumjob gewesen. Ein anderer hätte auch, meinten die beiden Rednerinnen, als „Botschafter für Ritter Sport“ durchgehen können, von einer Lehrerin wiederum bekamen sie, die Schüler, gesagt, sie seien wirklich alles andere als Hippies.

Auch die Eltern wurden erwähnt, besonders anerkennenswert sei gewesen, dass die zu Anfang der letzten Herbstferien nur hin und wieder nachgefragt hätten, ob man schon angefangen habe mit der Seminararbeit. Abgeben muss man die nach den einwöchigen Novemberferien.

Ansonsten werde man, meinten Marie Deutschmann und Isabella Koch, vor allem die Mitschüler vermissen: „Ihr wart ein Leuchtfeuer im finsteren Wald, hoffentlich bleiben die Flammen der Freundschaft erhalten, an denen wir uns wärmen können.“ andrea kästle

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