Ein Haus hat am Mittwochabend in Pullach gebrannt.
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Anerkannte Flüchtlingsfamilie in Not

Unfall beim Kochen: Zwei Verletzte bei Wohnhausbrand

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Beim Brand eines Einfamilienhauses an der Richard-Wagner-Straße in Pullach sind am Mittwochabend zwei Personen verletzt worden. Die in dem Haus lebenden anerkannten Asylbewerber wurden mit leichten Verbrennungen und Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht.

Pullach -  Nach den Erkenntnissen der Polizei brach das Feuer aus, als eine 43-jährige Bewohnerin des an den Landkreis München untervermieteten Hauses zusammen mit ihrem 15-jährigen Sohn das Abendessen in der Küche zubereitete. Öl in einem Topf hatte sich wohl so erhitzt, dass es zu einer Stichflamme kam. Diese setzte die Dunstabzugshaube in Brand. Das Feuer griff dann sofort auf die komplette Küche und das weitere Erdgeschoss über. Ein aufmerksamer Nachbar bemerkte den Brand und alarmierte die Feuerwehr.

Laut dem Pullacher Feuerwehrkommandanten Harald Stoiber waren etwa 60 Brandhelfer ab 20 Uhr vor Ort. „Als wir eintrafen, hatten sich die sieben Bewohner bereits aus dem brennenden Haus gerettet.“ Bei den Betroffenen handelt es sich wohl um eine Großfamilie. Neben den zwei Verletzen hätten weitere Bewohner unter anderem über Bauchschmerzen geklagt.

Wie Stoiber erzählt, hätten sich die Flammen durch ein geborstenes Küchenfenster entlang der Außenfassade nach oben gefressen. Die Fassadenplatten seien mit Holzleisten an der Außenwand befestigt. „Da hat das Feuer leichtes Spiel gehabt“, so der Kommandant. 

Doch die Einsatzkräfte konnten verhindern, dass das erste Stockwerk und der Dachstuhl in Brand gerieten. Gegen 23 Uhr waren die Löscharbeiten beendet. Eine genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest. Brandfahnder haben die Ermittlungen aufgenommen.

Stoiber geht davon aus, dass die Schadenssumme im unteren sechsstelligen Bereich liegt. Zwar würden sich die Brandschäden hauptsächlich auf das Erdgeschoss und die Außenfassade beschränken, doch sei das ganze Haus verrust. „Bei so einem Brand kommen schnell einmal 150 000 bis 200 000 Euro zusammen.“ Der Kommandant vermutet, dass das Haus nicht abgerissen, lediglich saniert werden muss. „Aber das muss letztlich ein Gutachter klären.“

Bewohnbar ist das Wohnhaus auf absehbare Zeit jedenfalls nicht. Die Bewohner wurden für die erste Nacht in einem örtlichen Gasthof untergebracht. Das Landratsamt hatte mittlerweile eine Ersatzunterkunft in Grünwald bereitgestellt.

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