Coronavirus - Krematorium Celle
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Für die durch Corona Verstorbenen in Pullach will die örtliche CSU einen Gedenkstein errichten lassen. (Symbolfoto)

Antrag im Pullacher Gemeinderat

CSU will Denkmal für Corona-Verstorbene errichten

  • vonAndrea Kästle
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Die CSU in Pullach will den Corona-Toten auf besondere Art und Weise gedenken: mit einem Denkmal im Ort. Ob etwas daraus wird, steht noch nicht fest.

Pullach – Es gibt Denkmäler für große Politiker und Künstler, für siegreiche Feldherren, für die Gefallenen der Kriege – und für die Opfer des Nationalsozialismus. Die CSU-Fraktion im Pullacher Gemeinderat hat jetzt den Antrag gestellt, einen Gedenkstein für Pullacher Bürger zu errichten, die mit oder durch den Covid 19-Virus verstorben sind.

Die Pandemie sei nach dem Zweiten Weltkrieg „wohl die größte Herausforderung unserer Gesellschaft“, hatte die Fraktionsvorsitzende Christine Eisenmann (CSU) den Antrag begründet. Man denke an einen Stein als „anonyme Erinnerung“, Namen sollen keine eingraviert werden. Gestaltet werden soll der Stein von einem Künstler oder Steinmetz, 10.000 Euro seien dafür bereit zu halten. Als Standort kommt nach Ansicht der CSU ein Platz auf dem Friedhofsgelände infrage.

Denkmal für Corona-Verstorbene: Entscheidung wird vertagt

In der Sitzung des Gemeinderats stand der Antrag auf der Tagesordnung, wurde dann aber nicht behandelt. Die Verwaltung hatte vorgeschlagen, das Ende der Pandemie abzuwarten, ehe man darüber diskutiere, die CSU war einverstanden. Christine Eisenmann meinte: „Wir können damit sehr gut leben, es gibt keine Zeitnot.“ Auf die Debatte im Gemeinderat darf man gespannt sein, Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) kündigte schonmal an: „Ich habe Stimmen gehört, die das Projekt ablehnen.“

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