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Der Fundort ist abgesperrt und soll mit Schiffscontainern gesichert werden bis zur Entschärfung am Sonntag
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Im Gewerbegebiet bei Linde wurde die 250 Kilo Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei Bauarbeiten entdeckt. 
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Im Gewerbegebiet bei Linde wurde die 250 Kilo Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg bei Bauarbeiten entdeckt. 
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Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund bei der Lagebesprechung mit den Einsatzkräften im Rathaus.
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Der Fundort ist abgesperrt und soll mit Schiffscontainern gesichert werden bis zur Entschärfung am Sonntag

Bei Kanalarbeiten

Fliegerbombe in Pullach entdeckt – Entschärfung am Sonntag

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In Pullach wurde ein 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe entdeckt. Am Sonntag soll das Ungetüm entschärft werden.

Pullach – Der Fund einer 250 Kilogramm schweren Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg an der Dr.-Gustav-Adolph-Straße mitten im Industriegebiet hat gestern für Aufregung in der Gemeinde Pullach gesorgt. Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund musste sich als Krisenmanagerin beweisen, schaute erst am Fundort gegenüber des Linde-Werks vorbei und koordinierte dann als Einsatzleiterin in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt, der Polizei, der Feuerwehr und weiteren Stellen, was alles für die geplante Entschärfung der Bombe am Sonntag und die damit verbundene Evakuierung des Umfeldes vorbereitet werden muss. Gegen 8.50 Uhr hatte ein Baggerführer bei Erdarbeiten die Bombe entdeckt und Alarm geschlagen. 

Die Polizei evakuierte darauf das direkt angrenzende Bürogebäude des Immobilienunternehmens BVG, in dem mehrere Firmen untergebracht sind. Der Sprengmeister konnte allerdings wenig später Entwarnung geben. Zum einen geht von der amerikanischen Fliegerbombe keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung aus, zum anderen hat der Sprengkörper einen mechanischen Aufschlagzünder. „ Die Bombe ist daher laut dem Experten leicht zu entschärfen“, sagt Tausenfreund.. Um den üblichen Evakuierungsradius von 300 Metern deutlich verringern zu können, will man rund um den Fundort zwölf Schiffscontainer platzieren. „Sie sollen im Quadrat um die Bombe aufgestellt werden, jeweils drei übereinander“, erläutert Tausenfreund. Durch den Schutzwall sollen die Splitter abgefangen und die Druckwelle abgemildert werden, sollte es doch zur Detonation kommen. 

Die Gemeinde geht davon aus, dass – egal ob der Evakuierungsradius bei 300 oder 150 Metern liegt – rund 50 Bürger ihre Wohnungen beziehungsweise Häuser verlassen müssen. Eine Räumung der umliegenden Betriebe ist nicht notwendig. Dort wird sonntags nicht gearbeitet. Den Fundort hat die Gemeinde einzäunen lassen. Die Bombe wurde mit Sand verschüttet. Eine Sicherheitsfirma bewacht das Areal bis zur Entschärfung rund um die Uhr. Bereits gestern fing die Gemeinde damit an, die betroffenen Anwohner persönlich und per Schreiben über den Bombenfund und die bevorstehende Evakuierung zu informieren.

 Die Betroffenen müssen am Sonntag ab 8 Uhr ihre Häuser verlassen und können sich in der Zwischenzeit im Pullacher Sportheim aufhalten. Wenn die Entschärfung reibungslos und wie vorgesehen verlaufen ist, können sie gegen 15 Uhr wieder in ihre Häuser und Wohnungen. In diesem Zeitraum wird es auch zu Einschränkungen im S-Bahnverkehr der Linie S 7 sowie auf der Bundesstraße 11 kommen. Sowohl die Bahngleise als auch die B 11 liegen nicht weit vom Fundort der Bombe entfernt. Während der Entschärfung, die laut Gemeinde voraussichtlich ein bis drei Stunden dauert und gegen Mittag erfolgt, wird die B 11 komplett gesperrt. Die S 7 hält zu dieser Zeit nicht in Höllriegelskreuth.

Eine solche Bombe war erst vergangene Woche in Geretsried (Kreis Bad Tölz-Wolfratshausen) entdeckt und erfolgreich entschärft worden.

dpa

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