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Das ist eines der vier Gebäude des Gewerbeparks Höllriegelskreuth, die jetzt saniert werden sollen.

Für 2,8 Millionen Euro

Gewerbepark wird umfangreich saniert

Pullach - Im „Gewerbepark Höllriegelskreuth“ tut sich was. Die Gemeinde Pullach hat das Areal im Juli 2011 gekauft – und krempelt jetzt die Ärmel rauf, um die teils äußerst maroden Gebäude zu sanieren.

Mit dem Ziel, dort unten dauerhaft vermieten beziehungsweise die dort schon arbeitenden Firmen halten zu können. Auch zwei Wohnungen sollen bei der Gelegenheit entstehen – in Gebäude zwei, in dem sich parterre das Büro des „Weißen Raben“ befindet. Insgesamt müssen vier Gebäude hergerichtet werden, die sich in unterschiedlichem Zustand befinden – wobei sich der Gemeinderat bei seiner jüngsten Sitzung darauf geeinigt hat, von aufwendigeren Maßnahmen, besonderem Dämmschutz etwa, abzusehen. Erstmal wird das Nötigste gemacht, werden Sicherheitsvorkehrungen und Brandschutzmaßnahmen getroffen, die sich unterm Strich aber auch schon auf rund 2,85 Millionen Euro zusammenaddieren.

Immer wieder hat sich der Gemeinderat mit dem Thema befasst in letzter Zeit. Wobei die Stimmung jeweils schwankte zwischen Begeisterung über die schöne Lage dort unten und Verzweiflung darüber, in welchem Zustand die Bausubstanz dort ist. An Ideen, was inmitten der Natur auf der Insel alles möglich wäre, hat es auch zu keiner Zeit gemangelt. Auch jetzt brachte Andreas Most, CSU, wieder seine Vision eines „Naturschwimmbads“ ins Spiel – die aber, wie man inzwischen weiß, nicht umgesetzt werden kann. Im Naturschutzgebiet zwischen den Isararmen darf nur der Bestand erhalten werden. Schiebt man den beiseite, gehört das Areal wieder der Natur.

Diskussionen ergaben sich bei der Sitzung ansonsten nur darüber, ob die Gemeinde sich auch ausreichend bemühe, die Objekte im Gewerbepark vermietet zu bekommen, was aus den Reihen der CSU und FDP angezweifelt wurde. „Wir haben erst letztens bekannt gemacht, dass wieder ein Handwerker und ein Steinmetzbetrieb dort unten Räume bezogen haben“, konterte Bauamtsleiter Peter Kotzur. Und ehe sich das als schwierig bekannte Gremium schließlich entschloss, die Sanierung in Angriff zu nehmen, wurde das Gesamtprojekt noch einmal in Frage gestellt – beschlossen übrigens bei einem Workshop vor Ort mit allen Gemeinderäten. Bis Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) entnervt meinte: „Ich kann nicht nachvollziehen, warum das jetzt wieder angezweifelt wird.“ Auch Marianne Stöhr, ebenfalls Grüne, fand deutliche Worte: „Ich komme mir veräppelt vor. Erst verbringe ich meine Zeit bei einem Workshop, in dem der Sanierung zugestimmt wird – und hinterher fangen wir im Gemeinderat wieder von vorne an."

Andrea Kästle

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