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Anleitung vom Profi: Jugendliche geben dem Skatepark Pullach ein neues Gesicht

Graffiti-Workshop im Skatepark Pullach

Farbenrausch aus 440 Dosen

Pullach - Unter Anleitung von Profi-Sprayern haben rund 30 Kinder und Jugendliche den Skatepark in Pullach verschönert.

Mit Mundschutz vermummte Gestalten, mit Spraydosen umherlaufende Kinder, dazwischen immer wieder ein gefährlicher Stunt auf der Halfpipe: Das Bild, das sich den Besuchern des Skateparks in Pullach bot, war spektakulär.

Die Gemeinde Pullach und das Jugendzentrum „Freiraum hoch zwei“ hatten zum Graffiti-Workshop geladen. Zusammen mit den Sprayern Nils „Bert“ Jänisch (33) aus Weimar und Robert Hartmann (31) aus Jena gaben rund 30 Kinder und Jugendliche dem Skatepark ein neues Gesicht.

„Vor allem die Jüngeren waren sehr interessiert“, sagte Swantje Schütz von der Gemeinde Pullach. Die Kinder und Jugendlichen ließen an drei Tagen ihrer Kreativität freien Lauf. Nils Jänisch und Robert Hartman gaben dabei so viele Hilfestellungen wie möglich, um die Ideen umzusetzen. Die beiden hauptberuflichen Sprayer erklärten den Jugendlichen, wie die Dose als Werkzeug benutzt wird und wie bestimmte Sprühtechniken funktionieren. „Die Entwicklung jedes Einzelnen während des Workshops zu sehen ist schon etwas Tolles“, sagt Hartmann.

Geduld sei beim Sprühen ein wichtiger Faktor, erklärte er. Es habe einige Zeit gedauert, das Sprüh-Einmaleins zu vermitteln. Vom Ergebnis am Ende des Workshops waren aber alle begeistert.

Von den Vertikalflächen sämtlicher Halfpipes und Hindernisse im Skatepark leuchten nun Schriftzüge, Comicfiguren, wie Bart Simpson, und andere lustige Gestalten. „Die Kinder und Jugendlichen haben eine ganze Menge selbst gesprüht. Die Profis haben dann das Feintuning übernommen“, sagt Swantje Schütz.

Entstanden ist der Kontakt zu Fotorealist Jänisch und Schriftzug-Experte Hartmann über den Münchner Graffiti-Künstler „Loomit“. Da er selbst zum Termin in Pullach verhindert war, organisierte er kurzerhand seine Sprayer-Freunde aus Thüringen, erzählt Swantje Schütz. Insgesamt wurde während des dreitägigen Workshops im Skatepark eine Fläche von mehr als 150 Quadratmetern besprüht. Dafür brauchte es sage und schreibe 440 Dosen Farbe: „40 Dosen haben die beiden Profi-Sprayer noch hier gelassen“, sagt Schütz. „Falls wir nacharbeiten wollen.“

mh

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