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144 Mails zum Einstand fand Heinrich Kl ein, der neue Geschäftsleiter von Pullach, in seinem Postfach vor. Über seine neue Stelle sagt er: „Ich bin hier herzlich begrüßt worden, die Kollegen sind alle sehr offen. 

Geschäftsleiter

Der neue Manager imRathaus Pullach

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Am liebsten wäre es Heinrich Klein, das sagt er selbst, die Pullacher würden gar nicht merken, dass er jetzt da ist. Er ist der neue geschäftsleitende Beamte in der Gemeinde, die lang ohne ausgekommen ist.

Pullach –Und er will, dass im Rathaus weiterhin alles so reibungslos funktioniert – auch wenn in Bälde das Rathaus umgebaut werden muss, sich überhaupt die Ortsmitte in eine Riesenbaustelle verwandelt und dann auch noch die Verwaltung komplett digitalisiert wird.

Er wirkt sympathisch aufgeräumt wie sein Schreibtisch

An seinem Schreibtisch, Büro 101 neben dem der Bürgermeisterin im ersten Stock, macht er einen höchst aufgeräumten Eindruck – und gleicht darin, wenn man das jetzt mal leicht plump so schreiben darf, seinem Schreibtisch. Kein Papier, kein Stift liegt lose herum, alles irgendwo eingeordnet in realen und virtuellen Schubladen.

Station im Gärtnerplatztheater und bei der Feuerwehrschule

Beruflich hat der 44-Jährige, der Kulturwissenschaft und Kulturmanagement studiert hat, schon Erfahrung im Management gesammelt, ebenso wie in der Verwaltung. Er hat als stellvertretender Geschäftsführer am Gärtnerplatztheater dessen Umbau vorbereitet, hat als Verwaltungsleiter der staatlichen Feuerwehrschule in Geretsried unter anderem den dortigen Übernachtungsbetrieb mit 200 Gästen gemanagt, dazwischen durfte er unter Johanna Rumschöttel im Landratsamt auch Kulturprojekte aufs Gleis setzen. Er lächelt und sagt: „Von all den vielfältigen Erfahrungen profitiert jetzt Pullach ganz erheblich.“

Bürgermeisterin kannte er aus seiner Zeit im Landratsamt

Einer wie er, das wird schnell klar, bewirbt sich nicht blindlings irgendwo. Er hat sich das alles genau überlegt. Er kannte seine Chefin Susanna Tausendfreund schon aus seiner Zeit im Landratsamt am Mariahilfplatz. Er wusste, mit wem er es zu tun haben würde, und sagt: „50 Prozent des Glücklichseins im Job hängt davon ab, ob es mit den Vorgesetzten klappt.“

144 Mails zum Einstand

An seinem ersten Arbeitstag, Ende Oktober, startete Klein den Computer und fand 144 E-Mails in seinem Postfach, das er noch nie zuvor geöffnet hatte. „Die Kollegen“, sagt er ohne überfordert zu wirken, „haben halt geschaut, dass ich schon mal lesend mitschwimmen kann.“

Inzwischen ist die Zahl der eingehenden Nachrichten nicht geringer geworden. Macht nichts, Pullachs neuer Chefbeamter will sich ja auch einfinden in die internen Abläufe. Er sagt: „Ich bin erst mal in der Beobachtungsphase, ich will nichts mit Gewalt übers Knie brechen. Sondern in Ruhe eruieren: Was braucht das Haus?“

In der Mittagspause auf Erkundungsgang

Um das herauszufinden, ist er momentan viel in Pullach wie auch im Rathaus in der Johann-Bader-Straße selbst unterwegs. „Die Mitarbeiter müssen immer damit rechnen, dass ich irgendwo aufploppe“, sagt er und lächelt wieder. Mittagspausen hat er bislang auch dazu genutzt, um zum Bauhof zu spazieren, zum Bürgerhaus rüberzuschauen, mal in der Bücherei reinzuschneien. Unterwegs wunderte er sich darüber, wie grün die Gemeinde im Vergleich zu Obersendling ist, wo er wohnt. Er sagt: „Pullach ist noch dörflich geprägt, andererseits gesegnet mit bester Infrastruktur.“

Er spricht Japanisch und tanzt gerne

Hobbys hat Klein übrigens auch. Er mag Sprachen und spricht unter anderem Japanisch. Er backt gern Brot. Und er hat eine Passion fürs Tanzen.

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