Hundebeutel bitte bis zum Mülleimer tragen.
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Hundebeutel bitte bis zum Mülleimer tragen.

Pullacher Gemeinderat für eine Änderung des Materials

Hundebeutel bald Bio

  • vonAndrea Kästle
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Pullach – Hunde machen haufenweise Ärger, das ist in Pullach nicht anders. Jetzt hat die SPD-Fraktion im Gemeinderat einen Antrag gestellt, die Hundetoiletten-Stationen am Ort mit Beuteln aus einem Material zu bestücken, das zu 100 Prozent kompostierbar ist.

Schon im November vergangenen Jahres hatte das Gremium überlegt, die Tüten, in der Herrchen die Hinterlassenschaften ihrer Hunde einsammeln, unter Umständen auf Bio umzustellen. Die Pullacher Verwaltung kam daraufhin, was auch in der Sitzung thematisiert worden ist, zu dem Schluss, es sei besser, bei recycelten Beuteln zu bleiben, die sich eben nicht auflösen. Denn Hundekot darf ja sowieso nicht kompostiert werden. Er muss in die Verbrennung, weshalb, führte die Verwaltung aus, Beutel aus „Sekundärrohstoffen vorzuziehen“ sind, „da dadurch Primärrohstoffe geschont werden“.

Zudem befürchtet man im Rathaus, dass die Beutel, wenn man sie umstellt auf abbaubare Materialien, sich selbst zersetzen könnten, ehe sie überhaupt verwendet werden. Einmal im halben Jahr wird die Gemeinde momentan mit 150 000 Hundekotbeuteln geliefert. Die liegen natürlich, ehe sie auf die Stationen verteilt werden, zum Teil einige Monate herum.

Das Gremium folgte am Ende aber dem Antrag der SPD. Denn die Beutel, hatte Michael Schönlein den Vorstoß seiner Fraktion erläutert, landeten gern und reichlich – gefüllt freilich – nicht in den dafür vorgesehenen Abfalleimern. Sondern würden einfach in den Wald geschmissen. „Im Interesse des Umweltschutzes“ seien vor allem deshalb Bio-Tüten auszugeben.

Was jetzt auch passieren wird, auch wenn die Bio-Beutel teurer sind. 300 000 Stück kosten zwischen 3500 und 5500 Euro – die bisherigen Produkte aus wiederverwerteten Stoffen sind in der Menge für 2300 bis 3200 Euro zu haben.  

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