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„Gefällt Euch Eure Schule?“ Kardinal Marx in Pullach.

Kardinal Marx weiht Grundschule in Pullach ein

Bildung auf 4300 Quadratmetern

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„Macht, dass diese Schule lebendig wird“: Dazu ermunterte Erzbischof Reinhard Marx Lehrer und Schüler der neuen Pater-Rupert-Mayer-Grundschule, die jetzt samt Kita und Kindergarten in aller Feierlichkeit eingeweiht und gesegnet worden ist.

Pullach – Insgesamt 28,5 Millionen Euro hat „das neue große Haus“, wie es in einer der vielen Ansprachen auch genannt worden ist, gekostet. Die Kirche hat an nichts gespart, weder an Platz noch an Geld, und hat letztlich 4300 Quadratmeter Nutzfläche von Architekt Franz Balda auf die grüne Wiese südlich des Altbaus pflanzen lassen. Die teilen sich auf in drei Gebäude, wobei das Ganze konzipiert wurde nach modernsten pädagogischen Richtlinien. Letztlich sei ein „Leuchtturmprojekt“ entstanden, heißt es in der Festschrift.

Dass die Kinder zu wenig einbezogen worden wären bei den Feierlichkeiten, das kann man nicht behaupten. Im Gottesdienst durften sie ins Mikrophon des Kardinalssprechen, was ihnen gefällt am „Erweiterungsbau“ – quasi alles. Die Lehrer seien nett, die „Elektrotafeln“, also die Whiteboards samt Beamer, die es in allen Klassenzimmern gibt: ganz toll. „Ein Mensch, der eingesperrt ist, kann sich nicht entwickeln“, meinte dazu der Geistliche und wirkte zufrieden.

Den Reigen der Ansprachen in der nigelnagelneuen Aula, in der es noch nach Holz riecht, eröffnete auch er. Das Christentum sei eine „Bildungsreligion“, die Kirche als Schulträger müsse auch als Schuldenker verstanden werden. „Ich würde mich freuen, wenn wir stärker vordenken würden als nur als Nachdenker hinterher zu denken.“ Eine verkürzte Schulzeit, das G 8, müsse die Kirche nicht zwangsläufig mit einführen, wenn das der Staat in seinen Schulen tut.

Nach ihm ließ Walter Gremm vom Kultusministerium anerkennend den Blick im Raum schweifen: „Zukunft kann man auch bauen.“ Pullachs Zweite Bürgermeisterin Cornelia Zechmeister (WIP) zitierte Winston Churchill: „Eine Gemeinde kann ihr Geld nicht besser anlegen, als dass sie es in Kinder steckt.“

Nachdem Ordinariatsdirektorin Sandra Krump allen am Bau Beteiligten gedankt hatte, überreichte Architekt Balda dem Kardinal einen hölzernen Riesenschlüssel, den dieser dann weitergab an die Schulleiterinnen Barbara Reif und Roswitha Stegbauer und der irgendwann in Kinderhänden landete.

Architekt Balda führte aus, es habe auch Krisen während der zwei Jahre dauernden Bauzeit gegeben, letztlich habe man um ein halbes Jahr überzogen. „In Anbetracht einer über 100 Jahre dauernden Bauzeit für den Kölner Dom ist das vertretbar“, witzelte er.

Dann folgten Lieder, und Erzbischof Marx segnete die neuen Räumlichkeiten. „Wo sind die Kinder?“, fragte er, denn die sollten ihm ja ihre Schule zeigen.

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