Thomas Gottschalk und seine Thea: Trennung nach mehr als 40 Jahren Ehe

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Die Kastanien in der gleichnamigen Allee prägen das Ortsbild von Großhesselohe. 

Nach Baumfällungen

Kastanienallee in Großhesselohe: Erst nachpflanzen, dann aufreißen

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Die gefällten Kastanien in der gleichnamigen Pullacher Allee werden schleunig nachgepflanzt. Doch die Entscheidung ist umstritten.

Pullach – Die Kastanienallee – eine kleine Straße in Großhesselohe, hat unlängst eine größere Diskussion ausgelöst. Weil dort vor kurzem Bäume gefällt worden sind, sie waren krank. Dass sie ersetzt werden sollen, findet im Gemeinderat jeder. Die Frage bei der letzten Sitzung war nur: Wann?

Die Trasse, die den Wöllner Platz mit der Pullacher Straße verbindet, muss nämlich demnächst aufgerissen werden. Um Entwässerungsschächte einzulassen, neue Leitungen zu verlegen und alte zu erneuern. Für 2021 hat das Bauamt sich den Maßnahmenkatalog ins Terminbuch geschrieben. Weshalb die Verwaltung dem Gremium empfahl, mit dem Nachpflanzen der Rosskastanien zu warten, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Damit den Setzlingen auch nichts passiert.

Vorsicht bei den Bauarbeiten

Aber genau das machen die Pullacher jetzt eben nicht. Mit knapper Mehrheit folgten die Kommunalpolitiker am Ende einem Antrag der FDP, demzufolge die abgesägten Stämme schnellstmöglich zu ersetzen sind. Begründung: die Allee sei „ortsbildprägend“ und ein „bedeutender historischer Bestandteil von Großhesselohe“. Alle alten Wurzelstöcke seien unverzüglich zu entfernen, an ihre Stelle sollen junge Bäume kommen. Bei den Bauarbeiten danach müsse man halt darauf achten, die Wurzeln nicht zu verletzen.

Dabei sind jedoch, das hatte den Beteiligten der Leiter des Umweltamts, Bernhard Rückerl, schriftlich auseinandergesetzt, gerade Rosskastanien besonders empfindliche Bäume: „Schon kleinere Wunden können zu Verfärbungen und zu Fäulnis im Wurzelkörper führen.“

Neue Regeln machen Probleme

Hinzu kommt, erklärte Rückerl weiter, dass mancher Wurzelstock gar nicht ausgetauscht werden kann. Weil inzwischen andere Richtlinien gelten als vor 70 Jahren, als die Allee, die aus einer Doppelreihe Bäume auf einer Straßenseite besteht, angelegt wurde. Heute müssen zwischen einem Straßenbaum und dem nächsten Wohnhaus mindestens zwei Meter Abstand liegen – das könne in der Großhesseloher Allee gar nicht in jedem Fall eingehalten werden.

Bei der Debatte, die sich ziemlich zog, gingen die Meinungen kreuz und quer durcheinander, letztlich stimmte kaum eine Fraktion geschlossen ab. Irgendwann meinte Andreas Most von der CSU leicht genervt: „Diese Auseinandersetzung hier lappt fast schon ins Irrationale.“ Er plädierte dafür, die Emotionalität aus dem Thema zu nehmen – und es sachlicher anzupacken.

Zu denen, die dafür plädierten, mit dem Pflanzen vorsichtshalber zu warten, gehörten Holger Ptacek (SPD) und Fabian Müller-Klug, Grüne: „Ein, zwei Jahre: Das ist auszuhalten“, fanden sie. Während wiederum WiP-Vertreter Reinhard Vennekold meinte, man solledie Lücken in den Baumreihen jetzt schon füllen: „Wir würden ja auch von den Bürgern verlangen, gefällte Bäume gleich zu ersetzen.“

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