Weiter freie Fahrt für Biker: Die Gemeinde Pullach sieht keine Möglichkeit, den Trail am Isarhang zu sperren.
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Weiter freie Fahrt für Biker: Die Gemeinde Pullach sieht keine Möglichkeit, den Trail am Isarhang zu sperren.

Antrag abgelehnt

Kein Mountainbiker-Verbot auf dem Isar-Trail

  • vonAndrea Kästle
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Die Gemeinde Pullach wird bis auf weiteres damit leben müssen, dass im sensiblen Isarhang zwischen Kanal und Hochufer Mointainbiker unterwegs sind. Ein Antrag der Agenda 21, das Gelände zwischen Großhesseloher und Grünwalder Brücke für die Radler zu sperren, wurde jetzt im Gemeinderat abgelehnt.

Pullach - „Wir können den Trail an der Stelle nicht einfach sperren, damit würden wir unsere Zuständigkeit überschreiten“, sagte Bernhard Rückerl, der Leiter des Umweltamtes. „Fußgänger können sich auf dem Trail kaum mehr bewegen“, begründete Peter Kloeber von der Agenda 21 den Vorstoß. Vor wenigen Tagen machte er im Gespräch mit dem Münchner Merkur auf die sensible Flora und Fauna aufmerksam. Die Nutzung durch die Biker widerspreche dem bayerischen Naturschutzgesetz und dem Waldschutzgesetz.

„Wir wissen alle, dass die Biker heftig unterwegs sind“, hatte Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) schon zu Beginn der Diskussion betont. Zwei Drittel des Waldes zwischen den Brücken gehören der Gemeinde. Das Lenkungskonzept, um das seit Jahren mit allen Beteiligten gerungen wird und das einen Trail für die Biker ausweisen und alle Nebenwege schließen will, sei „nie zum Abschluss gekommen“. Es sei nicht klar, wer die Ranger bezahlen werde, die über die Einhaltung des Konzepts wachen müssten. Sie könne den Agenda-Antrag nicht befürworten, auch wenn sie ihm inhaltlich zustimme.

Die Gemeinde wolle aber weiterhin „natürliche Blockaden“ vor Nebenstrecken errichten. Auch hat die Gemeinde bereits veranlasst, dass der Höllriegelpark für Biker tabu ist, außerdem will man, kündigte Tausendfreund an, immer wieder den Trail sperren, weil er die wirtschaftliche Nutzung des Waldes durch die Gemeinde verhindere. 

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