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Die Pullacher Mittelschule.

Noch im Mai Runder Tisch

Machbarkeitsstudie für neue Grund- und Mittelschule beschlossen

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Ihren ambitionierten Planungen für einen Neubau beziehungsweise Umbau von Grund- und Mittelschule im Ortszentrum ist die Gemeinde Pullach einen kleinen Schritt nähergekommen. In der Gemeinderatssitzung beschloss das Gremium mit zwei Gegenstimmen von der WiP, eine Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben.

Pullach – Grundlage der Machbarkeitsstudie ist das Raumkonzept, das die Schulplanerin Andrea Lehner durchaus nach dem Motto: „lieber das Maximum fordern, um mehr als das Minimum zu bekommen“ entwickelt hat. Zusammen mit einer Arbeitsgruppe, der auch einige Gemeinderäte angehört haben.

Mehrfach ist dieses Raumkonzept im Kommunalparlament schon diskutiert worden, immer hat es recht viel Anklang gefunden. Kritische Bemerkungen gingen höchstens dahin, dass wohl nicht alles, was man gern hätte, Platz findet auf den vorgesehenen Standorten.

Jetzt aber meinten Reinhard Vennekold und Stefan Demmeler (beide WiP) recht überraschend, man solle die Mittelschule rausnehmen aus der Machbarkeitsstudie und abwarten, ob die Gemeinden, deren Kinder auch dorthin gehen, überhaupt bereit sind, mitzuzahlen. Vennekold: „Wir können nicht Ausgaben tätigen, die vielleicht für die Katz sind.“ Allerdings stießen die beiden im Gremium damit auf Unverständnis.

Andreas Most von der CSU, der der Arbeitsgruppe angehört hat, meinte: „Wenn wir heute die Machbarkeitsstudie nicht durchwinken, falle ich vom Glauben ab. Ein Freizeitbad“, sagte er noch in Anspielung auf den jüngsten Beschluss im wankelmütigen Gremium, der das schon beschlossene neue Bad auf der Kuhwiese gekippt hat, „ist nett zu haben. Schulen muss man haben“. Auch Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) sagte: „Wir brauchen ein Konzept, und das bekommen wir nur mit der Studie. Sonst habe ich doch gar nichts in der Hand, um Gespräche mit den betroffenen Bürgermeistern zu führen.“ Noch im Mai soll ein Runder Tisch stattfinden.

Bei der Diskussion kam heraus, dass vermutlich nicht alles, was die Gemeinde sich so vorstellt, für ihre Schulen der Zukunft, unterzubringen ist zwischen Schul- und Kagerbauerstraße. Unter Umständen müsse dann für die Musikschule, deren Gebäude auch einbezogen werden soll in die Planungen, ein neuer Standort gesucht werden.

Beauftragt wurde mit der Machbarkeitsstudie die Hrycyk Architekten GmbH aus München. Sebastian Hrycyk war auch in der Sitzung, sein Büro, erläuterte er, befasse sich seit 15 Jahren mit Schulen, habe die Projektleitung beim Gymnasium in Höhenkirchen-Siegertsbrunn gehabt und arbeite schon länger mit Andrea Lehner zusammen. Die neuen Schulen, die Pullach sich wünscht, seien „ein erheblicher Eingriff, der im Raum steht“. Man müsse „erst mal überprüfen, welche Schule wie dort unterkommen kann“.

Wie es weitergeht? Wenn alles klappt, will die Gemeinde schon in einem Jahr die ersten Aufträge vergeben haben. „Auslobungsziel April 2020“ stand auf den Folien, die Hrycyk mitgebracht hatte.

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