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Planungsbüro erörtert mit Bürgern drängende Fragen zur Ortsentwicklung 

Kaum Platz zum Wachsen

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Pullach – Die Pullacher haben etwas Angst, dass das neue Schwimmbad, das auf der Kuhwiese gebaut werden soll, vielleicht zuviel Lärmbelästigung mit sich bringt. Und sie sind ziemlich genervt davon, wie viel Zeit sie in ihren Autos wartend vor einem der beschrankten Bahnübergänge im Ort verbringen. Das zeigte sich ein weiteres Mal bei einem Vortrag zum Stand der Dinge in Sachen Ortsentwicklungsplan, den Christian Ufer vom zuständigen Planungsbüro Terrabiota jetzt im Bürgerhaus gehalten hat.

Seit zweieinhalb Jahren sind die Pullacher dabei, sich mit Fragen zu befassen, die das Wachsen und Werden ihrer im übrigen schon ziemlich zugewachsenen Gemeinde in den nächsten 15 Jahren betreffen. Wobei man beim Sammeln und Prüfen von Wünschen und Möglichkeiten am linken Isarhochufer mit zwei großen Unbekannten hantiert. Bis das BND-Gelände verfügbar ist, dauere es, sagte Ufer, noch immer „X plus neun Jahre“, wobei mit X der Moment gemeint ist, in dem der letzte Mitarbeiter jenseits des Stacheldrahts seine Koffer packt. Und dann kann ja die Gemeinde vielleicht auch noch das Warnberger Feld nördlich der Tagesheimschulen erwerben. Aber eben auch nur vielleicht.

„Wo der Schuh drückt“, wie Ufer sagte – das wurde in den Bürger- und Gemeinderatsworkshops und Expertenrunden freilich gleich zu Anfang herausgearbeitet. Klar ist, dass die lang gestreckte Form der Gemeinde zwischen Forstenrieder Park und Isar innerorts nicht mehr allzu viele Grünflächen hergibt. Weitere Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum fehlen und könnten, erläuterte der Planer, auf der Bahnhofswiese über der zu ertüchtigenden Tiefgarage geschaffen werden. Seniorengerechte Wohnungen fänden dann da auch noch Platz. Was die Schulen, die modernisiert gehören, betrifft, wird überlegt, Mittel- und Grundschule die Standorte tauschen zu lassen. Denn in die Mittelschule gehen weniger Schüler, sie hat aber mehr Fläche.

Das Schwimmbad? Ist bekanntlich an der jetzigen Adresse nicht gut zu sanieren, weshalb der Gemeinderat schon vor einiger Zeit beschlossen hat, neu zu bauen auf der Kuhwiese. „Die Liegewiese braucht eine Lärmschutzwand“, bestätigte Ufer die Befürchtungen der Anwesenden, es könne dort dann ganz schön laut werden. Wo genau jedoch die Liegewiese hinkommen soll auf dem schönen Grundstück, stehe noch nicht fest. Überhaupt: „Bis hier die Bagger auffahren können, vergehen noch vier Jahre.“ Und bis dann wiederum die Schulen fertig sind, gehen wohl noch zehn Jahre ins Land.

Dass es mit einer Tieferlegung der S-Bahn, wie sie in den 1980er Jahren durchaus ernsthaft überlegt worden ist und wie sie auch an diesem Vormittag wieder ins Gespräch gebracht wurde, sicher nichts mehr werden wird: Das machte Ufer dann auch noch unmissverständlich klar. Das Projekt sei heute schlicht nicht mehr zu bezahlen. Weitere Unterführungen innerorts sind mangels Platz aber auch nicht zu realisieren. Allerdings: Wenn eines Tages wirklich das BND-Areal zur Verfügung steht, dann sei eine Unterführung an der Bischof-Meiser-Straße vorstellbar.

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