Das Haus am Wiesenweg in Pullach:
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Das Haus am Wiesenweg in Pullach: 13 Menschen sind dort in den letzten Tagen an und mit der neuen Viruserkrankung gestorben.

13 Bewohner nach Covid-Erkrankung gestorben

Reihentest und Impfung nach Corona-Ausbruch in Pullacher Seniorenheim

  • vonAndrea Kästle
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Nach dem Corona-Ausbruch im Seniorenheim „Haus am Wiesenweg“ in Pullach, sind bis auf weiteres keine Besuche möglich. In den vergangenen Tagen sind dort 13 alte Menschen aufgrund einer Coronaerkrankung gestorben.

Pullach - Tiefe Betroffenheit hat der massive Coronaausbruch im Pullacher Seniorenheim ausgelöst. Derzeit würden noch einmal, sagte Dieter Pflaum, Geschäftsführer der Paritätischen Altenhilfe in Bayern, alle 135 Bewohner getestet – mit PCR-Tests. Die fast ebenso vielen Mitarbeiter müssen sich ohnehin, wie es gesetzlich vorgeschrieben ist, zweimal in der Woche einem Antigen-Schnelltest unterziehen. Auch beim Personal gab es Fälle von Corona, Pflaum sagte, momentan seien fünf Fach- oder Hilfskräfte nicht in der Arbeit. Da sie entweder akut erkrankt sind oder sich in Quarantäne befinden. „Für alle Beteiligten ist die Situation sehr belastend“, meinte Pflaum, man habe schließlich im Vorfeld „alles getan, um einen Corona-Ausbruch zu vermeiden“. Alle würden jetzt zusammenhelfen und tun, was möglich ist.

Schnelltests für jeden Besucher

Geöffnet könne das Haus mit seinen fünf Stationen erst wieder werden, wenn nachweislich dort kein Bewohner Corona hat, eine zweite Reihentestung sei mit Sicherheit erforderlich. „Das alles passiert in enger Abstimmung mit dem Gesundheitsamt.“ Besucher hätten dann ebenfalls die Möglichkeit, ehe sie das Haus betreten, einen Schnelltest zu machen.

Impfung am 21. und 22. Januar

Der Betrieb im Haus kann aber weiterlaufen, neue Bewohner werden aber derzeit nicht aufgenommen. Sämtliche Mitarbeiter tragen Vollschutzkleidung. Gleichzeitig konnte der Paritätische Wohlfahrtsverband für eine erste Impfung im Haus den 21. und 22. Januar mit dem zuständigen Impfzentrum in Oberhaching vereinbaren. Drei bis sechs Wochen später wird dann wohl die nötige zweite Impfung folgen.  

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