Wegen der Pandemie lange zu: Jetzt kehrt wieder Leben ein auf Burg Schwaneck.
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Wegen der Pandemie lange zu: Jetzt kehrt wieder Leben ein auf Burg Schwaneck.

Start für „Burg und Bühne“

Ende des Dornröschenschlafs - Jugendherberge Burg Schwaneck öffnet wieder

  • vonAndrea Kästle
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Die Burg Schwaneck in Pullach darf endlich wieder öffnen. Ab diesem Wochenende wird das Format „Burg und Bühne“ wieder bespielt. Außerdem ist bald wieder eine Übernachtung in der Jugendherberge möglich.

Pullach – Die Biergärten haben offen, in Geschäften darf wieder ohne Negativtest eingekauft werden – und auch die Burg Schwaneck lässt nach Monaten des Lockdowns quasi wieder die Zugbrücken runter. Ab diesem Wochenende wird das schöne Format „Burg und Bühne“ wieder bespielt. Und dann macht am 1. Juli auch die Jugendherberge wieder auf.

„Hoffnungsfroh“ habe sie, quasi von jetzt auf gleich, drei Veranstaltungen anberaumt, sagt dieser Tage Elke Rusch, die selbst Musikerin ist und zuständig für die Kultur, die in der Burg auf die Bühne im Rittersaal gebracht wird. Angekündigt sind zwei Konzerte mit jeweils besonderen Ausrichtungen sowie eine Lesung.

Freuen sich auf „Burg und Bühne“: Organisatorin Elke Rusch und Hornist Christian Loferer.

Los geht es gleich diesen Samstag mit 1:1-Konzerten, wie sie auf Schwaneck schon letztes Jahr mal stattgefunden haben – damals war das Ganze eine bayernweite Premiere. Bei dieser Minimalform eines möglichen Zusammenspiels zwischen Künstler und Zuschauer wird genau für einen Menschen Musik gemacht. Und der darf dann auch auf der Bühne, in Corona-gemäßem Abstand zum Musiker, Platz nehmen. Zehn Minuten dauert die Aufführung, die nur für diesen einen Besucher stattfindet und die ein sehr besonderes Erlebnis ist. Termine werden zwischen 15 und 18 Uhr vergeben, man muss sich anmelden unter www.burgundbuehne.de. Der Eintritt ist frei, wer will, spendet etwas.

Familienkonzert mit dem Duo Saitenwind auf Burg Schwaneck in Pullach

Eine Woche später, am 13. Juni, steht dann ein Familienkonzert mit dem Duo Saitenwind im Kalender. Ab 11 Uhr vormittags machen die Cellistin Fany Kammerlander und der Hornist Christian Loferer Programm – unter Einbeziehung der Zuhörer. Die dürfen sich verschiedene Themen wünschen, die von den Musikern dann in Musik umgesetzt werden. Zudem bekommen sie lustige Fakten zum großen Komplex Musik vermittelt und wissen dann etwa beim Heimgehen, mit welchen Haaren ein Cellobogen bespannt wird oder wie viele Meter Metall vor einem liegen, wenn man sämtliche Windungen eines Horns entrollt. Karten für drei beziehungsweise fünf Euro über München Ticket.

Exklusiver Musikgenuss: Auch heuer gibt es wieder 10-Minuten-Konzerte für nur einen Zuschauer.

Die Lesung am 11. Juli hat „Tschick“, den Roman von Wolfgang Herrndorf, zum Inhalt. Die Geschichte, die von zwei Jugendlichen erzählt, die beide aus verschiedenen Gründen frustriert sind, sich dann einen Lada klauen und mit dem einfach abhauen, wird in der Burg von dem Schauspieler und Sprecher Martin Pfisterer vorgetragen. Wer kommt, kann seine Sehnsucht nach Abenteuer stillen, auch ohne selbst aufbrechen zu müssen. Los geht es um 14 Uhr, Karten gibt es über München Ticket für drei oder fünf Euro.

Auch über Juli hinaus gibt es schon Pläne für Burg und Bühne – diesen Sommer wird auf jeden Fall noch einmal eine Lesung für Kinder und Jugendliche stattfinden, im Rahmen des Literaturfestivals „White-Raven“. Außerdem sind ein Jazzkonzert mit Novecento vorgesehen sowie ein Konzert mit einem Streichensemble, das alte Instrumente bespielt. Infos unter www.burgschwaneck.de.

Er ist Ehrenbürger und Pullacher aus Überzeugung. Keiner kennt so viele Geschichten wie er aus der Geschichte der Gemeinde am Isarhochufer. Als „Dr. Pullach ehrenhalber“ ist Erwin Deprosse mal von einer Freundin bezeichnet worden. Heute wird der Heimatforscher und Gemeindearchivar 90 Jahre alt.

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