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Nur bei Regen ist hier Ruhe. Ansonsten finden die Anwohner den Lärm der Jugendlichen zu laut. Jetzt soll ein Teil der Anlage gar geschlossen werden. Auch die Betriebszeiten sind eingeschränkt

Gemeinde zieht Konsequenzen

Lärm an der Skateranlage nervt Anwohner

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Pullach - Der Skaterpark in Pullach macht Ärger. Anwohner aus der Margaretenstraße haben sich schon vor einiger Zeit beschwert über den Lärm, den die Jugendlichen dort machen. Schon früher hatte es Beschwerden gegeben wegen des Mülls, der dort phasenweise gern liegengeblieben ist, vor allem Scherben von Flaschen.

Wie Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne), in deren Amtszeit die Anlage errichtet worden ist, im Gemeinderat unlängst auf Anfrage von Caroline Voit (CSU) mitteilte, haben erst mehrere Anwohner der Margaretenstraße Klage erhoben gegen den Freistaat Bayern. Wegen Untätigkeit. Weil das Landratsamt auf ihre Beschwerden hin erstmal nichts unternommen hatte. Allerdings machten sämtliche Beteiligte dann doch wieder einen Rückzieher, bis auf einen, der festhielt an der Klage. Woraufhin die Gemeinde ein Schallschutzgutachten in Auftrag gegeben hat. Mit dem Ergebnis: Für die Anwohner der Margaretenstraße ist die Einrichtung keine Belästigung, an der Münchner Straße übersteigen die gemessenen Werte die zulässige Marge allerdings schon. Wenn auch minimal. „Jetzt müssen wir handeln“, meinte die Rathauschefin.

Deshalb werden die Betriebszeiten auf dem erst letztens durch Graffiti-Kunst aufgehübschten Gelände erst einmal beschränkt auf vier Stunden am Nachmittag, von 15 bis 19 Uhr. Außerdem sei geplant, einen Teil der Anlage schlicht zu sperren, die große Half-Pipe etwa vorerst nicht mehr zugänglich zu machen. Tausendfreund: „Wir müssen sehen, ob das ausreicht.“ Außerdem würden alle Anwohner angeschrieben, um ihre Zustimmung für wenigstens den eingeschränkten Betrieb gebeten. Des weiteren: „Wir prüfen einen Maßnahmenkatalog, mit dem wir dann ins Gremium kommen.“ Ziel sei freilich, dass die Skateranlage in der Gemeinde, die ohnehin nicht übermäßig viele Treffpunkte für Jugendliche bietet, im jetzigen Umfang weiterbetrieben werden kann.

Bei der anschließenden kurzen Diskussion kam heraus, dass weniger das Skaten auf den diversen Bahnen Probleme macht. Als die Tatsache, dass auf dem Areal auch ganz gern Partys gefeiert würden. Wobei es, wie Tausendfreund sagte, „nicht die Skater sind, die hier feiern“. Immerhin, das Problem mit den Glasscherben auf dem Gelände habe man in den Griff bekommen. Lästig sei ebenfalls, dass, sobald jemand die Fläche betritt, die Lichtanlage angeht. Caroline Voit mahnte: „Es muss eine Lösung gefunden werden, die am Ende auch die Anwohner zufriedenstellt.“ Aber davon ist die Verwaltung ohnehin ausgegangen. Tausendfreund sagt: „Das muss jetzt zeitnah passieren, in ganz enger Abstimmung mit dem Landratsamt und den Anwohnern.“

Pullacher vermutet Vorurteile gegen Skater

Der Pullacher Thomas Morgenthum (36) gehört zu einer Gruppe von über 30 Skatern in und um München. In einem Schreiben an den Münchner Merkur sagt er: „Hier wundern sich jetzt alle Skater, dass ein Skatepark lauter als eine S-Bahn und lauter als drei Fußballfelder sein soll. Vor allen die Sperrung der Half Pipe wundert uns, da von dieser kein Lärm ausgehen kann, weil man hier immer weich in die Rampe eintaucht.“ Er könne verstehen, dass man um 23 Uhr nicht mehr dort fahren sollte, sagt Morgenthum. „Aber Öffnungszeiten von 15 - 19 Uhr und das in den Ferien sind ein Witz.“ Er vermutet vielmehr, dass „ein Teil der Anwohner einfach nicht will das Skater hier fahren,da diese alle eh asozial sind“. Er selbst habe mitbekommen, dass einige so denken würden. Morgenthum findet es schade, wenn der Skatepark nur noch eingeschränkt genutzt werden kann. „Ich habe selbst zwei Kinder und finde solche Einrichtungen toll, da hier die Kinder sinnvoll beschäftig sind“, sagt er.

Andrea Kästle

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