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Vollblut-Feuerwehrmann: Hans Horak. 

Nachruf auf Hans Horak

Pullach trauert um Feuerwehrmann: Er wollte immer Gutes tun

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Einer der verdientesten Bürger Pullachs ist völlig überraschend gestorben: Der ambitionierte Feuerwehrmann Hans Horak wurde 67 Jahre alt. Er hinterlässt Ehefrau Sabine, zwei Söhne und zwei Enkel.

Pullach–Erst im Januar hatte ihm Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) beim Neujahrsempfang für sein vielfältiges Engagement die Goldene Pullacher Ehrennadel überreicht. Über die freute sich der im Bayerischen tief verwurzelte Horak sichtlich. Er war in der Gemeinde aufgewachsen, lebte zwischendurch ein paar Jahre in der Dachauer Gegend und trat 1967 bei der Feuerwehr ein. Er machte dort praktisch jeden möglichen Lehrgang mit, bildete selbst den Nachwuchs aus und war gefragter Experte bei Leistungsprüfungen bayernweit. Erst 2016 haben ihn die Vereinsfreunde ins Amt des Vorsitzenden gewählt, Ehrenmitglied war er schon.

Gleichzeitig war der zweifache Vater, der bis vor kurzem noch bei Siemens als Elektrotechniker gearbeitet hatte, bei der Diakonie engagiert, wo er mit seiner Frau Sabine „Essen auf Rädern“ ausfuhr. Wie sie setzte auch er sich für Geflüchtete ein, blieb dabei aber eher im Hintergrund, während Sabine Horak die Leitung des Helferkreises übernahm.

Auch die Städtepartnerschaften, die Pullach unterhält, waren ihm ein großes Anliegen. Mit den Feuerwehrkameraden aus Pauillac war er bestens befreundet. An dem Abend, an dem er gestorben ist, hatte er einige von ihnen bei sich zuhause zu Gast. Hans Horak war jemand, der die Menschen mochte, der aber selbst nie im Mittelpunkt stehen musste, erzählt die Pullacherin Elke Harbeck, die ihn kennt, seit sie zwölf Jahre alt ist. „Er konnte auch mal still dasitzen.“

Aber wo Hilfe gebraucht wurde, konnte man mit Sicherheit auf Horak zählen: „Er war immer drauf aus, Gutes zu tun.“ Nicht zuletzt, um sich noch nützlicher machen zu können, hat er sich in den letzten Jahren intensiv mit Computern befasst. Er war auch bei der Freizeitbörse aktiv, die Elke Harbeck vor zehn Jahren gegründet hat. Und in der immer mehr Nachbarschaftshilfe geleistet wird. „Wenn da ein älteres Mütterchen was brauchte, war er da. Er war ein sehr zugewandter Mensch und ein ausgesprochener Familienmensch“, sagt Harbeck.

„Die Lücke, die Hans Horak hinterlässt, ist kaum zu schließen“, hat Kommandant Harald Stoiber auf die Internetseite der Feuerwehr geschrieben. Auch im Rathaus hat der Tod des bekannten Pullachers große Bestürzung ausgelöst. „Mit Hans Horak verlieren wir einen hoch engagierten und geschätzten Mitbürger, der sich mit ganzer Kraft und Leidenschaft zum Wohle der Gemeinde eingesetzt hat“, sagt Bürgermeisterin Tausendfreund.

Er hatte noch so viel vor: Unter anderem wollte Hans Horak heuer noch einmal nach Baryschiwka, in die ukrainische Partnergemeinde von Pullach, reisen. 

Die Beisetzung

findet am heutigen Donnerstag um 14 Uhr auf dem Pullacher Friedhof an der Münchener Straße 42 statt. Der Trauergottesdienst beginnt um 13 Uhr in der Kirche Heilig Geist (Parkstraße 9)

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