Trumps Chefstratege Bannon verlässt offenbar das Weiße Haus

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Das Freizeitbad Pullach wird heute weniger besucht als zu früheren Zeiten. 

Vorstellung der Schwimmbad-Konzeptstudie

Schmerzgrenze liegt bei 20 Millionen Euro

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Wenn es nach den Fachleuten geht, die die Gemeinde Pullach beauftragt hat mit einer Konzeptstudie für ein neues Schwimmbad – dann wird dieses Bad auf der Kuhwiese gebaut und zwar in mittlerer Größe. Begeisterung hat dieser Vorschlag im Gemeinderat jedoch keine ausgelöst.

Pullach – Die GMF GmbH & Co hat schon vor vier Jahren mal eine umfangreiche Datenerhebung zum Thema für die Pullacher gemacht und jetzt auf ein Neues eruiert, welche Art von Schwimmbad sich wo am besten machen und freilich auch rentieren würde. Wobei die Experten jetzt neben der im Gemeinderat schon präsentierten Minimallösung, die nur ein Sportbad vorgesehen hätte selbst ohne Außenbereich, und der Maximalvariante mit Rutsche und sechs Saunakabinen, auch einen Kompromiss vorgestellt haben, der unter anderem auf die Rutsche verzichtet und den Saunabereich ein wenig verknappt. Das Gemeine ist nur: Damit spart man zwar ein wenig Platz, aber nicht besonders viel Geld. Weil weniger Attraktionen freilich auch wieder weniger Besucher anlocken.

Entsprechend merkte man dem Gremium wirklich an, wie schwer es sich hier tut mit einer Entscheidung. Denn die 20 Millionen Euro, die als Obergrenze mal formuliert worden sind für das Vorhaben, sind auch für die reiche Isartalgemeinde, wie Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund, Grüne, meinte, „schwindelerregend“. Wobei dann ja auch immer noch die Kosten für die Erschließung des Grundstücks und die Stellplätze dazukommen. Und leider, das machten die Planer auch gleich klar: Die Zeiten, in denen ein mittelgroßes Freizeitbad kein Verlustgeschäft war für die Kommune, die es betreibt, sind vorbei. In Pullach gehen seit 15 Jahren die Besucherzahlen im jetzigen Bad, das 1974 gebaut und zehn Jahre später umfangreich saniert worden ist, kontinuierlich zurück. Inzwischen kommen nur noch 120 000 Leute im Jahr, 1984 waren es noch 172 000. „Die Bedürfnisse haben sich verändert“, meinte GMF-Projektleiter Thomas Meier.

Jährlich fährt die Gemeinde mit ihrem Freizeitbad knapp eine Million Miese ein; eine moderne Anlage, rechnete er dem Gremium vor, könnte unter Umständen bis zu 200.000 Menschen im Jahr anziehen. Das Dilemma, in dem sich die Kommune befindet, indem sie ihr Angebot vor Ort aufrecht erhalten will und doch das bestehende Bad, was sich offenbar nicht rentiert, nicht sanieren kann, brachte Walter Mayer, CSU, auf den Punkt, der sagte: „Wir können nur die verschiedenen Grade von Unwirtschaftlichkeit abwägen.“ Später fügte er noch an: „Nach den ersten paar Jahren wird die Attraktivität unseres neuen Bades wieder sinken, und es hat nichts gebracht.“ Da konnten dann auch die GMF-Vertreter nichts mehr sagen.

Dazu kommt, dass im dicht bebauten Pullach natürlich keiner gern die Kuhwiese zupflastert – sie ist eine der letzten Grünflächen vor Ort überhaupt. „Das Opfern einer Freifläche ist ein schwieriger Schritt“, formulierte vorsichtig Susanna Tausendfreund. Angelika Metz, WIP, meinte: „Ganz glücklich bin ich mit der vorgestellten mittleren Lösung nicht, wir wollten doch eigentlich nur ein Schwimmbad wie das jetzige, nur etwas aufgehübscht.“ Die Gemeinde befasst sich mit dem Thema wieder in einem Workshop dieses Frühjahr, auch die Bürger können sich im Rahmen des Ortsentwicklungsplans zu dem Thema noch einmal äußern.

Die sogenannte Zwischenvariante, die die Planer vorgestellt haben, würde ein 25-Meter-Becken vorsehen mit fünf Bahnen, außerdem ein Kombibecken zum Schwimmenlernen, aber auch mit „Erlebniselementen“, dann ein Kleinkinder- und ein Außenbecken – was ja alles jetzt schon mehr oder weniger vorhanden ist. Die größten Veränderungen beträfen wohl den Saunabereich, den Meier als „nicht mehr zeitgemäß“ bezeichnete – und der vergrößert würde von zwei auf fünf Kabinen. Rutsche, Cabriodach, weitere Saunakabinen: könne alles zugekauft werden. Bleibt noch die Frage nach den Stellplätzen, die freilich am elegantesten über eine Tiefgarage zu beantworten wäre. Fünf Millionen Euro würden da zusätzlich versickern, ein ebenerdiger Parkplatz wäre für unter einer Million zu haben. Aber dieses Fass machte der Gemeinderat vorsichtshalber bei der Sitzung noch gar nicht auf.

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