Reinhard Vennekoldwill Bürgermeister werden.

WiP  stellt Liste für Gemeinderat vor 

Bürgermeisterkandidat mit Herz für Grünflächen

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Er hat sich durchgesetzt: Reinhard Vennkold soll für die WiP in Pullach Bürgermeister werden.

Pullach – Nach der CSU und den Grünen hat jetzt auch die WiP in Pullach ihren Bürgermeisterkandidaten nominiert. Die Fraktion schickt Reinhard Vennekold ins Rennen, der seit einer Legislaturperiode im Gemeinderat sitzt. Damit setzte sich der 56-jährige parteiintern gegen Cornelia Zechmeister durch, die sich schon 2014 beworben hatte für den Chefsessel im Rathaus und durchaus bereit gewesen wäre, einen zweiten Anlauf zu machen. Sie könne aber auch, meinte sie gestern, mit der Entscheidung für Vennekold „gut leben, ich hab ja meinen Beruf“. Zechmeister, momentan zweite Bürgermeisterin in Pullach, ist Bauamtsleiterin und zudem Standesbeamtin in Icking.

Derweil rechnet sich Vennekold, Geschäftsführer einer Beratungsfirma für Vermögens- und Kapitalanlagen, „relativ gute Chancen“ aus gegen Amtsinhaberin Susanna Tausendfreund (Grüne) und seine Konkurrentin von der CSU, Christine Eisenmann. Auch wenn Tausendfreund vor sechs Jahren in der Stichwahl gegen Andreas Most (CSU) fast 70 Prozent der Stimmen bekam. Er meint: „Ich hab auch meine Stärken.“ Der Vater einer Tochter, seit 18 Jahren in Großhesselohe zuhause, will in der Gemeinde, sollte er das Rennen machen, vor allem die restlichen noch vorhandenen Grünflächen erhalten: „Eine Bebauung der Seitnerfelder oder der Kuhwiese wird mit mir nicht zu machen sein.“ Außerdem liegt ihm am Herzen, dass Plastik, soweit möglich, vermieden wird, im Bahnhof Pullach, der einer neuen Nutzung zugeführt werden soll, kann er sich einen Unverpackt-Bioladen vorstellen. Rad- und Fußwege in der Gemeinde, meint er weiter, seien auszubauen und sicherer zu gestalten. Im Ortszentrum, wo nach dem Abbruch des alten Herzoghauses eine neue Freifläche entstanden ist, würden sich seiner Meinung nach altengerechte Wohnungen und eine Drogerie gut machen – das ist jedoch ohnehin quer durch die Fraktionen Konsens.

Der erste Vorsitzende der WiP, gleichzeitig Fraktionsvorsitzender im Gremium, will einen transparenten und fairen Wahlkampf führen, er sagt: „Das Wichtigste ist, dass der Bürger Vertrauen haben kann in die Politik.“

Wie es aussieht, werden weitere Kandidaten in der Isartalgemeinde nicht dazukommen. Die FDP, die vor sechs Jahren mit Alex Betz an den Start gegangen ist, der jetzt immerhin als dritter Bürgermeister amtiert, verzichtet diesmal darauf, ihren Hut auch in den Ring zu werfen. Und bei der SPD gibt es nach Aussage von Fraktionsvorsitzendem Holger Ptacek „im Augenblick niemanden, der sich aufdrängt“.

Gleichzeitig hat die WiP auch ihre Gemeinderatsliste verabschiedet, auf der sich fünf Frauen finden auf den ersten acht Plätzen. Auch Zechmeister kandidiert wieder fürs Kommunalgremium, dem sie schon seit 17 Jahren angehört – auf Platz zwei.

Weiter auf der Liste der unabhängigen Wählergemeinschaft „Wir in Pullach“, die sich vor sechs Jahren abgespalten hat von der CSU, finden sich: Johannes Schuster und Angelika Metz, die beide jetzt schon dem Kommunaplenum angehören, Christine Salfer, Beate von Bergwelt, Jürgen Stohrer, Catherine Kempf, Stefan Danner, Schorsch Werner, Kaj-Uwe Anders, Hans-Peter Horak, Markus Salfer, Simone Voit, Volker Simon, Regina Rau, Alexander Sieg, Stefan Heun, Helmut Hadas und Herbert Gmeinwieser. Stefan Demmeler, der seit zwei Legislaturperioden im Gremium sitzt, kandidiert nicht mehr aus familiären Gründen, er hat vier Kinder. 

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