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Die Glasscherben liegen am Boden der Infotafeln des S-Bahnhofs Pullach. Mit einem Stein hatte der 20-Jährige die Schaukästen eingeschlagen. 

Infotafeln mit Stein zerschlagen

Randale am S-Bahnhof Pullach: 20-Jähriger schlägt und bespuckt Polizisten 

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Völlig betrunken hat ein 20-Jähriger am Donnerstag am S-Bahnhof Pullach randaliert. Sein Pech: Ein Polizist, der zufällig am Bahnsteig war, erwischte den Randalierer. 

Pullach - Der 20-Jährige aus Obergiesing hielt sich gemeinsam mit einem 17-Jährigen aus Trudering gegen 23.45 Uhr am Bahnsteig in Pullach auf, als der Obergiesinger plötzlich mit einem Stein die Scheiben von drei Informationstafeln einwarf. Dabei wurde er allerdings von mehreren Zeugen beobachtet, unter anderem von einem 42-jährigen Polizisten des Polizeipräsidiums München. Der Beamte, der in Zivilkleidung gerade auf dem Nachhauseweg war, gab sich als Polizist zu erkennen. Der stark alkoholisierte 20-Jährige wurde daraufhin  aggressiv  und versuchte dem Polizisten ins Gesicht zu schlagen. Der 42-Jährige brachte den Angreifer schließlich zu Boden und fixierte ihn dort. Am Boden drehte der Obergiesinger seinen Kopf in Richtung des Polizisten und spuckte ihm ins Gesicht. Auch nach Eintreffen weiterer Streifen von Landes- und Bundespolizei verhielt sich der Münchner äußerst unkooperativ und respektlos, heißt es im Pressebericht. 

Ermittlungen ergaben, dass drei von vier neben dem Wartehäuschen stehenden Schaukästen für Fahrpläne vollständig zerstört worden waren. Die Polizei schätzt den Schaden auf rund 500 Euro. Ob der 17-jährige Truderinger in die Sachbeschädigung involviert war, muss noch geklärt werden. Der Obergiesinger hatte angegeben, nicht ungewöhnlich viel Alkohol konsumiert zu haben. Ein Alkoholtest ergab allerdings einen Wert von 2,18 Promille. Bei seinem Begleiter wurde ein Atemalkoholwert von 1,04 Promille festgestellt. Der 20-Jährige wies bei seiner Festnahme leichte Schnittverletzungen auf. Der Polizist blieb unverletzt. 

Durch Langsamfahrten von Zügen durch den S-Bahnhaltepunkt Pullach kam es bei der Bahn zu geringfügigen Verspätungen. Gegen den 20-Jährigen wird von der Bundespolizei nun wegen Sachbeschädigung, Beleidigung sowie Widerstand und Tätlichen Angriff gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Er wurde nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß gesetzt. 

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