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Sie haben einen Heidenspaß (im Hintergrund die Isarbrücke): v.l. Catharina, Sophie, Julia, Carolin, Annette Connor, Ben und Isabel.

Umfrage: Paddler nicht begeistert

Badegäste: Müll schlimmer als Bootfahrer

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Ein aufblasbares Boot, zwei Paddel - und ab geht die Fahrt. Es vergeht fast kein Sommertag, an dem keine Schlauchbootfahrer die Isar entlangschippern. In der Nähe des Gasthofs Brückenwirt bei Pullach fahren täglich dutzende Boote entlang. Damit könnte es aber bald vorbei sein, denn der Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen sowie die Stadt München wollen - im Gegensatz zum Kreis München – den Verkehr auf der Isar eindämmen.

Am Fluss: Marius Schulz (31, Hamburg) und Annabel Schuhn (29, München).

Pullach– Grund dafür ist die gestiegene Zahl der Rettungseinsätze, denn immer wieder geraten Bootsfahrer in Not (wir berichteten). In Pullach schieben Paddler ihre Boote ins Wasser oder machen Pause am Kiesstrand. Sabine (51) und Roger (63) Hawelka sitzen dort gern, nachdem sie sich im kalten Fluss abgekühlt haben. Manche seien mit lauter Musik auf dem Fluss unterwegs, die man auch am Ufer höre, sagt der Kaufmann. Aber von einem Schlauchboot-Verbot hält er nichts. „Man soll nicht alles verbieten, sondern die Leute fahren lassen“, sagt er. Doch freilich fahren nicht nur Party-Boote auf der Isar. Auch für viele Familien mit Kindern gehört zum Sommerprogramm eine Schlauchboot-Fahrt dazu. Annette Connor (46) aus Grünwald schippert regelmäßig mit ihrem Nachwuchs und deren Freunden den Fluss entlang. Es sei eine große Gaudi für Groß und Klein, sagt sie. Dass man vorsichtig fährt, sein Können richtig einschätzt und bei Hochwasser besser zuhause bleibt, sei für sie selbstverständlich. Ein Verbot sei unnötig. „Aber es bleibt viel Dreck liegen, Bierflaschen und kaputte Boote“, sagt die Kommunikationsmanagerin. Darauf sollten Behörden stattdessen achten. Badende im Fluss können ebenfalls in Gefahr geraten, auch ohne Boot, sagt Annabel Schuhn (29). Gemeinsam mit ihrem Freund Marius Schulz überlegt sie, sich ein eigenes Boot zuzulegen. „Man muss es halt verantwortungsvoll nutzen“, sagt der 31-Jährige. Stets vorsichtig sind auch Corinna Wächter (29) aus München und ihre Kollegen auf der Isar unterwegs. Mehrmals im Jahr steigen sie nach der Arbeit am Isarstrand bei Pullach ins Boot und machen sich damit auf den Heimweg. Käme das Verbot, wäre diese Tradition Geschichte. Deswegen sorgen die geplanten Einschränkungen auch bei Corinna Wächter nicht für Begeisterung.

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