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Die Tage sind gezählt: Das alte Schwimmbad wird abgerissen und das Areal als Park neu gestaltet.  

Pullach entscheidet sich für Neubau am neuen Standort

Schwimmbad kommt auf die Kuhwiese

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Die Entscheidung ist endlich gefallen: Pullach baut ein neues Schwimmbad am neuen Standort. Auch für das Areal des alten Bads gibt‘s Pläne.

Pullach – Mit eindeutiger Mehrheit hat sich der Gemeinderat Pullach durchgerungen, das Schwimmbad neu zu bauen – und dafür die Kuhwiese, eine der wenigen letzten Freiflächen am Isarhochufer, zu opfern. Dabei fiel den Gemeinderäten die Entscheidung – jedenfalls nach außen – einigermaßen leicht. Es wurde nämlich überhaupt nicht mehr diskutiert. Andreas Most, CSU, konnte sich hinterher nur wundern: „Ich bin überrascht, dass wir dass durchgewunken haben. Ich muss mich erst fassen.“ Er habe sich eingestellt auf „sieben Stunden Diskussion“. Dann war der „Königs-Tagesordnungspunkt“, wie Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund (Grüne) das Thema angekündigt hatte, schon nach 40 Minuten abgehakt.

Aber es ist ja auch im Vorfeld ausreichend über die verschiedenen Varianten vom Sport- bis zum Luxusbad an diversen Standorten gesprochen worden. Erst im Juni war das Gremium in der Debatte noch einmal zurück zum Start gegangen – indem CSU und Grüne sich ein weiteres Mal stark dafür gemacht hatten, nur den Bestand zu sanieren und die Kuhwiese Kuhwiese sein zu lassen.

In der Zwischenzeit sind auch die Bürger befragt worden. Sie sprachen sich – was vielleicht nicht wundern darf, weil die Umfragezettel im Schwimmbad auslagen – überwiegend für einen Neubau aus. An neuer Adresse. Weil dann der Schwimmbetrieb in der Gemeinde nicht unterbrochen werden muss. Aber vielleicht auch, weil am neuen Standort genügend Parkplätze geschaffen werden können und weil es dort leichter ist, die inzwischen strengen Schallschutzauflagen zu befolgen. Die hätten übrigens auch gegolten, wenn das aktuelle Bad nur technisch auf den neuesten Stand gebracht worden wäre.

Was im Gemeinderat wohl auch eine Rolle gespielt hat: Dass gleichzeitig beschlossen wurde, den aktuellen Standort des Bades als „Grün- und Vorratsfläche“ in Reserve zu halten, einen Park anzulegen (Antrag von Holger Ptacek, SPD) und nicht zu bebauen, wenn der Neubau steht.

Für ein neues Bad auf der Kuhwiese mag auch gesprochen haben, das das Bauamt in den vergangenen Wochen Gespräche mit den Münchner Stadtwerken geführt hat. Ergebnis: Was die Kosten angeht, wäre die Sanierung eines in die Jahre gekommenen Bads kaum günstiger als ein Neubau. Schließlich bestätigte Stefan Contzek vom Hallenbad, dass die Becken dort reichlich genutzt werden für den Schwimmunterricht der Schulen (nämlich täglich) und dass die Vereine, die derzeit am Montagabend kommen, gern öfters kommen würden.

Darüber, wie das Bad im Detail aussehen soll, wurde noch nicht weiter nachgedacht. Klar ist nur, dass der Neubau mehr werden soll als ein reines Sportbad. Aber die Luxusvariante will sich die Gemeinde auch nicht leisten. Beschlossen wurde, eine von zwei „Zwischenversionen“ mit Sauna, vielleicht auch mit Rutsche oder Cabriodach für rund 20 Millionen Euro zu verwirkliche. Welche, das ist noch offen.

Am Ende stimmten elf Gemeinderäte für die Kuhwiese, sieben dagegen. Die meisten von ihnen wollten namentlich genannt werden im Protokoll: Reinhard Vennekold und Cornelia Zechmeister (WIP), Johannes Burges und Martin Eibeler (FDP), Eduard Floß und Walter Mayer (CSU) und Marianne Stöhr (Grüne).

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