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Schwimmbad, Schulcampus, Jugendzentrum: Pullach schiebt seine großen Projekte an

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Von: Andrea Kästle

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Seine Tage könnten gezählt sein, auch wenn sich die ganze Planung noch hinziehen wird. Ein Neubau des Gymnasiums ist frühestens in 30 Jahren fertig.
Seine Tage könnten gezählt sein, auch wenn sich die ganze Planung noch hinziehen wird. Ein Neubau des Gymnasiums ist frühestens in 30 Jahren fertig. © Andrea Kästle

Die Gemeinde Pullach hat viele Projekte in Planung – und alle wurden jetzt vor der Sommerpause noch einmal angeschoben.

Pullach - In der Sitzung hörten die Gemeinderäte eine Machbarkeitsstudie fürs Schwimmbad, gaben eine Machbarkeitsstudie für den Schulcampus in Auftrag und legten Kriterien fest, um die Jugendfreizeitstätte ausschreiben zu können. Nicht alle Beschlüsse wurden einstimmig gefasst.

Schwimmbad

Planerin Petra Jeschke merkte nach ihrer Vorstellung all dessen, was möglich ist in Sachen Schwimmbad an der Hans-Keis-Straße, auch gleich mahnend an, dass sie nun „den Ball an die Gemeinde spiele“. Heißt: Es müssen Entscheidungen getroffen werden. Die wichtigste von allen: Wer soll das Bad eigentlich betreiben? Ein Unternehmer oder die Gemeinde oder die Gemeinde mit einem Unternehmer? Ist theoretisch alles möglich. „Man muss es nur vorher wissen“, sagte Jeschke. Dasselbe gilt freilich für die Gastronomie, die im Neubau vorgesehen ist. Außerdem zu klären: Will man einen Fitnessbereich? Die Empfehlung der Expertin hier: „Darauf würde ich eher verzichten.“

Und natürlich geht es dann, in einem nächsten Schritt, der in der Sitzung gleich an die schließlich vorhandene Arbeitsgruppe Schwimmbad delegiert wurde, darum, sich zu überlegen, wie das Ganze aussehen soll. Große Sauna? Kleinerer Saunabereich? Sprungbrett oder Rutsche oder beides? Die Planerin riet tendenziell vom Sprungbrett ab: „Eine Rutsche bringt mehr Besucher.“ Vorgesehen hatte sie vier Becken innen, damit eins mehr als jetzt, das Spaßbecken mit Massagedüsen und Strömungskanal würde also unters Dach verlegt. Das Ganzjahres-Außenbecken hatten die Pullacher mit rund 170 Quadratmeter angedacht, Jeschke: „Das ist eher klein.“

Über Kosten wurde vorsichtshalber noch nicht geredet. Jeschke ermunterte die Anwesenden: „Sie schaffen ein schönes Bad.“ Andreas Most (Pullach Plus), Florian Gering (Grüne) und Sebastian Westenthanner (CSU) krempelten gedanklich schonmal die Ärmel hoch und wollten Arbeit verteilen, Gering: „Es ist wichtig, dass wir schnell vorankommen.“ Cornelia Zechmeister, WiP, meinte: „Das muss ich jetzt erstmal sacken lassen.“

Jugendfreizeitstätte

Die Jugendfreizeitstätte wiederum, die an sich schon beschlossen ist, führte auch zu einer inhaltlichen Diskussion. Sieben Millionen wurden für das Projekt, das die umstrittene Skateranlage quasi umhausen würde, beiseitegelegt, Angelika Metz (WiP) und Cornelia Zechmeister fanden das zu viel. Metz: „Wir schmeißen wie wild mit dem Geld um uns.“ Zechmeister kündigte an, sie stimme so lang gegen das Vorhaben, bis klar ist, wohin die Sommerstockbahn kommt, die dem Neubau weichen muss. „Man muss auch an die Senioren denken.“ Christine Eisenmann hingegen: „Ich freue mich, dass die Jugend ein schönes Gebäude bekommt.“

Schulcampus

Auch umstritten: die Machbarkeitsstudie für den Schulcampus, für die aber dann trotzdem einstimmig 80 000 Euro locker gemacht wurden. Noch ist nicht klar, erklärte Susanna Tausendfreund (Grüne), ob die Mittelschule nicht vielleicht doch nach Baierbrunn ausgelagert werden kann. Und noch ist auch offen, ob das schöne Gymnasium, grade mal 50 Jahre alt, erhalten werden wird. Die Chancen stehen, so wie das klang, eher schlecht, was Angelika Metz kritisierte: „Aus ökologischer Sicht muss der Altbau stehen bleiben.“

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