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Wegen Jazzmusik im Biergarten: Wirt soll 250.000 Euro Gema-Gebühren nachzahlen

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Von: Claudia Schuri

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Zwei Jahre lang gingen die Diskussionen über die GEMA-Gebühren in der Waldwirtschaft von Wirt Sepp Krätz.
Zwei Jahre lang gingen die Diskussionen über die GEMA-Gebühren in der Waldwirtschaft von Wirt Sepp Krätz. © privat

Schon seit 40 Jahren gibt es in der Waldwirtschaft in Pullach Jazzmusik. Zuletzt stand das wegen einer GEMA-Forderung auf der Kippe - denn die wäre horrend ausgefallen.

Pullach - Laut Sepp Krätz habe es für den Zeitraum von circa drei Jahren eine nachträgliche Forderung von insgesamt rund 250.000 Euro gegeben. „Über Nacht wurde plötzlich der GEMA-Tarif geändert“, berichtet er.

Gema: Wirt soll 250.000 Euro nachzahlen - Fall landet vor Gericht

Bisher habe die Biergartenmusik als Hintergrundmusik gegolten, danach sei sie als Konzertmusik eingestuft worden. „Das wäre untragbar gewesen“, sagt der Wirt. „Dann wäre die Musik nicht mehr erwirtschaftbar gewesen.“ Unabhängig von der Gästezahl wären hohe Gebühren fällig geworden.

Wirt soll Gema-Gebühren nachzahlen: Streit zieht sich seit zwei Jahren

Zwei Jahre lang gingen die Diskussionen über die GEMA-Gebühren. Der Streit landete schließlich vor dem Landgericht München I. Im Sommer gab es einen Vor-Ort-Termin im Biergarten, bei dem eine Zivilkammer die Örtlichkeiten begutachtet hatte.

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Gestern wäre ein weiterer Verhandlungstermin gewesen. Doch bevor sich die Beteiligten wieder im Sitzungssaal trafen, gab es doch noch eine andere Lösung: „Das Verfahren ist durch Vergleich beendet worden“, erklärt Gerichts-Pressesprecherin Anne-Kristin Fricke. Das bestätigt auch Wirt Sepp Krätz. „Wir haben uns auf einen angemessenen Betrag geeinigt, es ist eine tolle Lösung.“

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