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Ein bisschen Planschen war drin: (v.l.) Landtagspräsidentin und Schirmherrin Ilse Aigner, Kultusminister Michael Piazolo, der Vorsitzende der Wasserwacht-Bayern Thomas Huber, Pullachs Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund und Vize-Landrat und Landtagsabgeordneter Ernst Weidenbusch. 

Bildschirm statt Freibad 

Lehr-Videos aus Pullach retten Leben - Landtagspräsidentin Aigner stellt Projekt vor

  • Laura Forster
    vonLaura Forster
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Die Zahl der Ertrunkenen in Bayern steigt. Deshalb setzt die Wasserwacht nun auf Online-Kurse. Anhand von Kurzvideos sollen Grundschüler das Schwimmen lernen. Der Auftakt der Kampagne „Bayern schwimmt 2020“ war im Freizeitbad Pullach.

Pullach – Zwei Mädchen im Badeanzug und mit Taucherbrille planschen im Außenbecken des Freizeitbades Pullach. Die beiden lassen sich vom Trubel über der Wasseroberfläche nicht beeindrucken. Ein paar Meter vom Beckenrand hat die Wasserwacht ein kleines Zelt mit vier Stehtischen aufgebaut. Dahinter versammeln sich Landtagspräsidentin Ilse Aigner, Kultusminister Michael Piazolo, BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk und der Vorsitzende der Wasserwacht-Bayern, Thomas Huber. An diesem Freitag fällt der Startschuss der Kampagne „Bayern schwimmt 2020“. Ein digitales Projekt der Wasserwacht, das Kindern Schwimmen beibringen soll.

Thomas Huber, Vorsitzender der Wasserwacht-Bayern: „Jeder Badetote ist einer zu viel“

„Schwimmen ist überlebenswichtig“, sagt Huber. 95 Badetote hatte der Freistaat im vergangenen Jahr zu verzeichnen. Die Zahl steigt – 2018 waren es noch 89. „Jeder Badetote ist einer zu viel“, betont der Vorsitzende der Wasserwacht. Da dieses Jahr viele Bürger ihren Urlaub an den bayrischen Badeseen oder im Freibad verbringen, sei es umso wichtiger, dass die Kinder so früh wie möglich das Schwimmen lernen. Schon im vergangenen Jahr wurde die Kampagne „Bayern schwimmt“ ins Leben gerufen. Damals unterrichteten ehrenamtliche Mitglieder der Wasserwacht-Bayern über 4000 Viertklässler. Dieses Jahr liegt der Fokus auf Grundschülern und kleineren Kindern. Jedoch erklären die Ehrenamtlichen das Schwimmen nicht im Freibad, sondern – coronabedingt – hinter dem Bildschirm. „Elf Videos sollen Eltern und Kindern rund um das Thema Wasser informieren und sensibilisieren“, sagt Huber.

Die Kurzvideos mit einer Länge von drei bis elf Minuten zeigen einfache Übungen zum Schwimmen lernen. „Es geht um das langsame Heranführen der Kinder ans Wasser“, sagt Huber. Ehrenamtliche Helfer der Wasserwacht erklären die Aufgaben Schritt für Schritt. „Eine Klasse- Idee“, sagt Schirmherrin Aigner, die selbst neun Jahre Landesvorsitzende der Wasserwacht war. „Durch die Online-Videos können wir vielleicht sogar mehr Reichweite erzielen“, hofft Aigner.

Kultusminister Piazolo: „Man kann Leben retten, das eigene und das von anderen“

Mit der Kampagne soll den Kindern nicht nur das Schwimmen beigebracht werden, sie sollen sich auch sicher im Wasser fühlen. „Die Aktion macht deutlich, wie wichtig das Schwimmen ist“, sagt Piazolo. „Man kann Leben retten, das eigene und das von anderen.“ Also eine Win-Win-Situation, erklärt der Kultusminister.

Obwohl die Wasserwacht-Bayern jährlich 10 000 Kinder unterrichtet, „ist das eigentlich die Aufgabe des Elternhauses“, betont Huber. Mütter und Väter sollten am See auf ihr Kind achten, anstatt auf das Handy zu schauen, sagt Sohrab Taheri-Sohi, der Pressesprecher der Wasserwacht. Die Aktion soll Eltern dazu animieren, die Videos, die im Freizeitbad Pullach gedreht wurden, zusammen mit ihren Kindern anzuschauen.

Aus der Gemeinde: In der Isar vor dem Großhesseloher Wehr sind drei junge Leute mit einem Schlauchboot gekentert. Ein 26-Jähriger wurde samt Boot durchs Wehr gezogen, ein Pärchen rettete sich auf eine Wehrmauer.

Pullacher Freizeitbad für Besucher wieder geöffnet

Vor allem der Schwimmbadleiter des Freizeitbades sei stolz, dass die Becken Kulisse der Kurzfilme sind. „Das ist Werbung für unser Schwimmbad“, sagt Pullachs Bürgermeisterin Susanna Tausendfreund. Denn das Freizeitbad hat seit gut zwei Wochen wieder geöffnet. „Mit zeitlichen Slots und Besucherbegrenzung“, sagt Tausendfreund.

Kurzvideos für Kinder

Sieben der elf Videos hat die Wasserwacht auf dem Youtube-Kanal des Bayerischen Roten Kreuzes hochgeladen. Die fehlenden vier Kurzfilme folgen nächste Woche. Weitere Informationen gibt es unter www.bayernschwimmt.de.

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