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Pullach plant seine Zukunft

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Die Zukunft Pullachs soll nicht in den Sternen stehen, sondern im Ortsentwicklungsplan. Im Dialog mit den Bürgern will der Gemeinderat eine nachhaltige Nutzung der vorhandenen Flächen erarbeiten.

Die Ausgestaltung und Durchführung der Bürgerbeteiligung soll von der AG Urbanes Wohnen moderiert werden. Wie diese aussehen könnte, erklärte Jan Weber-Ebnet: Besonders wichtig bei der Beteiligung der Bürger an der Stadtentwicklung sei es, die bestehenden Sachzwänge darzulegen. So werden nach einer Auftaktveranstaltung neben Infoständen auch Stadtspaziergänge, Kinder- und Jugendworkshops sowie Bürgerwerkstätten angeboten.

Den Charme Pullachs macht auch die Lage der Gemeinde zwischen der Isar im Osten und dem Forstenrieder Park im Westen aus. Gerade dadurch sind aber das schmale Siedlungsgebiet und damit seine Entwicklungsmöglichkeiten begrenzt. Die Aspekte, die mit in den Ortsentwicklungsplan einfließen sollen sind zahlreich: Zu Bedenken sind dabei unter anderem die Entwicklung der Grund- und Mittelschule sowie verschiedene Zukunftsvisionen für das Pullacher Freizeitbad. Ebenfalls im Fokus steht die Entwicklung der Ortsmitte. Hinzu kommen eine mögliche Nutzung des BND-Geländes oder der Warnberger Felder. Auch die zeitliche Rahmensetzung ist ehrgeizig: Bis Ende des Jahres 2016 soll der Ortsentwicklungsplan vorliegen.

Zuletzt stellten sich nach einer Vorauswahl durch den Gemeinderat zwei Planungsbüros in einer öffentlichen Gemeinderatssitzung vor: das Büro Terrabiotia aus Starnberg und der Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München. Besonders im Hinblick auf den straffen Zeitplan des Gesamtprojekts unterschieden sich die beiden Büros in ihren Prognosen. Das achtköpfige Team von Terrabiotia könne im Herbst in die Analysephase einsteigen und abhängig davon, wie schnell die Rückkopplung zwischen Gremien und Bürgern sei, bereits innerhalb eines Jahres erste Ergebnisse vorlegen, lautet die Einschätzung des Geschäftsführers Christian Ufer. Christian Schaser vom Planungsverband hingegen stellte unmissverständlich klar: „Wir werden den Zeitplan bis 2016 nicht einhalten können.“ Erfahrungsgemäß gehe er von zwei bis drei Jahren für ein solch „umfangreiches Paket“ aus. Stattdessen schlug er eine Priorisierung der verschiedenen Projekte vor.

Die Entscheidung, welches der beiden Planungsbüros schließlich die Pullacher Gemeinderäte und Bürger in der Erarbeitung des Ortsentwicklungsplans begleiten soll, fällt der Gemeinderat in seiner öffentlichen Sitzung am Dienstag, 7. Juli.

Melanie Artinger

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