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Neue Filiale an der Johann-Bader-Straße

Post in der Waschküche

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Pullach - Seit Anfang August hat die Postfiliale in Pullach, bislang untergebracht im Café neben der Sparkasse, dicht gemacht. Ab 8. November können die Bürger, wie es aussieht, ihre Briefe wieder fußläufig aufgeben – die Post kann dann nämlich einen Schalter aufmachen in der Textilreinigung von Iris Schönbuchner in der Johann-Bader-Straße 20.

Allerdings können dort, was jetzt auch im Gemeinderat von Arnulf Mallach (SPD) beanstandet worden ist, keine Päckchen abgeholt und auch keine Postbank-Geschäft abgewickelt werden – dafür muss man wiederum die Edeka-Filiale in Höllriegelskreuth aufsuchen. „Es ist erfreulich, dass die Post fortgeführt wird. Aber dass in der Johann-Bader-Straße keine Pakete abgeholt werden können, das ist ein sehr großes Manko. Das ist doch in heutiger Zeit sehr wichtig“, meinte Mallach. Auch Marianne Stöhr von den Grünen fand die Aussicht, dass die Post künftig verschiedene Anlaufstellen in der Gemeinde unterhält, wenig ideal. „Die Aufgliederung der Post wird auf den Rücken der Bürger abgewälzt.“ Ein Viertel der Pullacher seien schließlich älter und hätten unter Umständen auch kein Auto. Ihre Frage: „Inwieweit können wir noch kämpferisch auftreten?“

Derweil ist die Gemeinde freilich erst mal froh, dass überhaupt eine Lösung gefunden werden konnte. Bürgermeisterin Susanna Tausenfreund (Grüne) meinte: „Es ist erfreulich, dass die Post nicht vollständig wegfällt.“ Und: „Wir haben als Gemeinde getan, was wir tun konnten.“ Die Verwaltung habe „etliche Telefonate mit verschiedenen Stellen von der Post geführt“. Übergangsweise war schon überlegt worden, einen Container aufzustellen.

In der Wäscherei seien, meinte von der Verwaltung Andreas Weber, Lagermöglichkeiten vorhanden. Päckchen aufgeben wird man dort auch können. Für Postbank-Leistungen wird ab 8. November ein zusätzlicher Schalter beim Edeka eingerichtet, das Personal wird dort dann von Post-Fachkräften entsprechend geschult. Auch Patrick Schramm von der CSU fand: „Das ist ein ganz nettes Portfolio, aber wir sollten darauf drängen, dass alle Post-Serviceleistungen weiterhin im Zentrum zur Verfügung stehen.“

Wie es einstweilen mit dem Café weitergeht, weiß keiner so recht. Es gibt in Pullach wohl einen Interessenten, der den Laden übernehmen und dort auch die Post als Vertragspartner mit hineinnehmen würde, aber, so Tausendfreund: „Darauf haben wir keinen Einfluss.“ Beschlossen wurde wenigstens, die Post zu bitten, einen weiteren Briefkasten aufzustellen. Weil der jetzige in der Weihnachtszeit gern überfüllt ist.

Geöffnet ist die Postfiliale in der Wäscherei dann ab dem 8. November von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr, samstags von 9 bis 12 Uhr. Nur am Mittwochnachmittag ist ab 13 Uhr geschlossen.

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