Auch am Mayrhäusl war die Zufahrt gesperrt zur St 2079 – doch Flatterband und ignorante Fahrer mit geländegängigen Autos hebeln jede zur eigenen Sicherheit gut geme inte Sperre aus. Foto: Bert Brosch

Staatsstraße 2079

Radlweg mit Kröten-Durchschlupf bei Harthausen

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Der neue Radweg bei Grasbrunn hat diverse Herausforderungen. Kröten müssen passieren können - und die Hauptwasserleitung macht den Bau knifflig. 

Grasbrunn – Ein weiteres Mosaiksteinchen im seit Jahren von Bürgern und Gemeinderat gewünschten Radwegenetz rund um die vier Ortsteile der Gemeinde Grasbrunn wurde begonnen. Seit einer Woche ist die Staatsstraße 2079 zwischen dem Forstwirt und Putzbrunn gesperrt. Das Straßenbauamt hat mit dem Abholzen begonnen.

Bauherr ist der Freistaat Bayern, weil der neue Radweg an einer Staatsstraße liegt, ausgeführt wird der Bau vom Staatlichen Straßenbauamt Freising. Das 3,3 Kilometer lange Straßenstück zwischen dem Forstwirt in Harthausen und dem Ortseingang Putzbrunn ist gesperrt, die Umleitung weiträumig ausgeschildert. Im Moment laufen allerdings bis Anfang März nur die Vorarbeiten, was konkret das Abholzen von Büschen und Bäumen sowie das Roden der Wurzeln bedeutet. „Gebaut wird der eigentliche Geh- und Radweg erst im Sommer, hierfür steht noch kein Termin fest. Dann wird die Staatsstraße bestimmt wieder mehrere Wochen gesperrt“, sagt Bürgermeister Klaus Korneder.

Wasserleitung wird tiefer verlegt 

Entlang der Staatsstraße am Waldrand entsteht nämlich nicht nur ein einfacher Teerweg. Weil es in dem großen Waldstück südlich von Putzbrunn und Grasbrunn sehr viele kleine Teiche mit Kröten und Frösche auf beiden Seiten der Staatsstraße gibt, werden auf Anregung von Tierschützern alle paar hundert Meter „Tierquerungen“ gebaut. Dabei handelt es sich um Tunnel und Rohre, die quer unter der Staatsstraße sowie unter dem neuen Geh- und Radweg gebaut werden, damit die Amphibien und andere Kleintiere unbeschadet die Straßenseiten wechseln können. „Das eigentliche Problem aber ist unsere Wasserleitung, die vom Wasserwerk beim Forstwirt entlang der Staatsstraße bis nach Grasbrunn führt. Diese Wasserleitung muss nun für die Krötentunnel deutlich tiefer verlegt werden, was ein recht großer Aufwand ist“, erklärt Korneder. Dieses Tieferlegen der Wasserrohre findet im Sommer beim Wegebau statt.

Neuer Kreisverkehr am Forstwirt

Schließlich gibt es noch den geplanten neuen Kreisverkehr am Forstwirt, damit die vielenUnfälle im Kreuzungsbereich von M 25/Harthauser Straße und der Staatsstraße 2079 ein Ende haben. Der stellvertretende Landrat Otto Bußjäger und Bürgermeister Korneder haben den Antrag auf den Kreisel im Kreistag eingebracht, im Januar stimmte der Kreistag zu.

„Doch da gibt es noch keine konkreten Pläne, das dauert bestimmt noch länger, bis da Baubeginn ist“, sagt Korneder. Daher habe man den Bau des Rad- und Gehwegs auch nicht verschoben um eventuell alles gemeinsam zu bauen, da der Starttermin des Kreisel-Baus nicht absehbar ist. „Ich habe aber bei einem Gespräch aller Beteiligten darauf bestanden, dass die Sperrungen der Staatsstraße so kurz wie möglich bleiben, eventuell die Straße wenigstens in einer Richtung befahrbar bleibt“, sagt der Bürgermeister. Ebenso wies er eindringlich auf die Wichtigkeit der Wasserleitung hin, damit diese nicht beim Bau des Kreisverkehrs beschädigt wird. „Außerdem wollen wir bei der nächsten Sperrung doch deutlich früher informiert werden, damit wir unsere Bürger auch vorbereiten und hinweisen können.“

Auch interessant: So gefährlich ist die Kreuzung.

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