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Walter Hois, Edwin Klostermeier und Eduard Boger (v.r.) bei der Podiumsdiskussion vor der Bürgermeisterwahl.

Bürgermeisterwahl in Putzbrunn

Die Kandidaten antworten auf die wichtigsten Fragen im Ort

Am 4. März wählen die Putzbrunner einen neuen Bürgermeister. Zur Wahl stehen Edwin Klostermeier, Eduard Boger sowie Walter Hois. Sie beziehen Stellung zu den wichtigsten Themen.

Putzbrunn - Vor der Bürgermeisterwahl am 4. März 2018 in Putzbrunn stellen sich die drei Kandidaten den wichtigsten Fragen im Ort. Edwin Klostermeier (SPD), Eduard Boger (CSU) und Walter Hois (GPP) beantworten unter anderem, wie sie für mehr Wohnraum in der Gemeinde sorgen wollen, welche Projekte sie als Bürgermeister als erstes angehen wollen und wie „ihr“ Putzbrunn im Jahr 2030 aussehen soll.

Was wollen Sie tun, damit Eltern in der Kinderbetreuung Planungssicherheit bekommen?

Edwin Klostermeier (SPD): Die Plätze in unseren Kindergärten sind derzeit völlig ausreichend. Einige Plätze konnten wir sogar an Nachbargemeinden weitergeben. In der Mittagsbetreuung wurden alle Kinder nach Anmeldung aufgenommen. Aufgrund des Wachstums der Gemeinde muss heute schon an die Zukunft gedacht werden. Es sind mittelfristig sowohl für Kinderkrippen als auch Kindergärten weitere Plätze notwendig. Für beides kann ein Neubau in Betracht kommen. Geeignete Grundstücke in Gemeindebesitz stehen zur Verfügung, sodass auch kurzfristig gehandelt werden kann. Die Mittagsbetreuung könnte aus dem Schulgebäude weichen, mehrere Standortvorschläge für einen Neubau gibt es bereits. Dies würde auch zu einer Entlastung der Parksituation in der Rathausstraße führen. Eine Unsicherheit, die alle Kommunen betrifft, ist der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagesbetreuung in den Grundschulen.

Eduard Boger (CSU): Unsere Putzbrunner Eltern haben bereits heute eine hervorragende Planungssicherheit. Aber ich will mich nicht auf mögliche Standorte oder unreife Konzepte festlegen lassen ohne ein genaues Bild von der zukünftigen Entwicklung zu haben. Auf alle Fälle wird es mit mir als Bürgermeister kein Stückwerk mehr geben. Es gilt für den Ausbau unserer Einrichtungen mutige Entscheidungen für die Zukunft zu treffen. Für die Ausstattung der Mittagsbetreuung und die Erweiterung der Schule will ich zügig eine langfristige bauliche Lösung unter einem Dach. Ich setze daher auf einen Ausbau zu einem Schulcampus mit innovativem Raumkonzept. So können dort auch zusätzlich Seminar- und Multifunktionsräume entstehen, die die Volkshochschule und unsere Vereine nutzen können und die für Angebote an unsere Jugendlichen zur Verfügung stehen.

Bürgermeisterwahl 2018 in Putzbrunn: Was Sie am 4. März wissen müssen

Walter Hois (GPP): Planungssicherheit heißt für mich: Ende mit der Flickschusterei in Putzbrunn und nachhaltige Lösungen umsetzen. Genau aus diesem Grund kam auch mein Antrag, eingereicht über die GPP Fraktion, zum Neubau einer kombinierten Einrichtung von Kindergarten und Kindertagesstätte, sowie die zukünftige Nutzung des Kindergarten-Gebäudes für die Mittagsbetreuung. Ein ausgebautes Angebot plus optionale Möglichkeiten für zukünftige Erweiterungen. Aber was hilft es, wenn wir zwar über ausreichend Plätze verfügen, aber letztendlich die Menschen für die Betreuung fehlen. Wir werden zusätzliches qualifiziertes Personal brauchen. Deshalb müssen entsprechend attraktive Rahmenbedingungen, beispielsweise Entlohnung, Wohnungen und so weiter, in Putzbrunn geschaffen werden.

Wie sieht Ihr Konzept aus, damit Putzbrunn entlastet wird von Lärm und Autos?

Klostermeier: Ein Ausbau der A 99 auf acht Spuren ist im Bundesverkehrswegeplan festgeschrieben. Jedoch wäre ein Ausbau des Kreuzes Süd dringend erforderlich, da sich sonst hier wiederum Rückstaus auf die A 99 ergeben werden. Ständiger Ausweichverkehr durch unsere Ortschaften wäre wiederum die Folge. Der Landkreis München hat eine Machbarkeitsstudie für eine Autobahnparallele von Aschheim bis Brunnthal in Auftrag gegeben, was ich sehr begrüße. Aus dieser Maßnahme könnten sich erhebliche Entlastungseffekte für unsere Orte ergeben. Für Putzbrunn-Ort ist eine baldige Weiterführung der Hermann-Oberth-Straße geplant, um den Gewerbeverkehr auf die bestehende Umgehung abzuleiten. Dadurch ergeben sich ebenfalls erhebliche Entlastungseffekte. Fest eingeplant ist auch der Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und der Taktverdichtungen im Busverkehr.

Boger: Hier möchte ich an verschiedenen Punkten gleichzeitig ansetzen. Durch die Erschließung des Gewerbegebiets Ost über den Kreisel an der Grasbrunner Straße könnte der Schwerlastverkehr schon sehr bald durch eine Gewichtsbeschränkung aus der Ortsmitte verbannt werden. Um den Verkehr jedoch nachhaltig in der Ortsmitte zu verringern, muss endlich der letzte Abschnitt der Umgehungsstraße umgesetzt werden. Dabei setze ich zum Einen auf die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie des Landkreises aber zum Anderen auch auf die Erkenntnis unserer Nachbargemeinde Hohenbrunn, dass sie selbst jetzt auch an einer Lösung arbeiten muss. Ich bin überzeugt, dass wir es schaffen werden für beide Gemeinden eine gute Lösung zu finden. Zusätzlich muss der Lärmschutz an der A 99 umgesetzt werden - und zwar schnell. 

Walter Hois im Poträt: GPP-Kandidat setzt auf Wir-Gefühl

Hois: Die Aufgabenstellungen lauten: Rückbau des Ortskerns aufgrund der Verlegung der B 471, ermöglicht durch den Bau einer Entlastungsstraße jenseits der A 99. Errichtung der Lärmschutzwand an der A 99. Umsetzung von Maßnahmen zur Verkehrsentlastung wie für die Theodor-Heuss-Straße und auch des GPP Antrags zum Nachtfahrverbot für Lkw. Stärkung alternativer Transportmöglichkeiten, mit dem Schwerpunkt ÖPNV und Radwegenetz. Überkommunale Zusammenarbeit der Gemeinden, wie unser Interkommunales Verkehrskonzept, nicht nur zum Thema Verkehrswege, sondern auch in Bezug auf die Ortsentwicklung der Gemeinden. Transparente und mit dem Gemeinderat abgestimmte Vorgehensweise durch den Bürgermeister, keine Alleingänge und keine Gegeninitiativen.

Welche Pläne haben Sie im Hinblick auf Gewerbegebiete und die Ansiedlung neuer Firmen?

Klostermeier: Über unser Ortsleitbild haben wir uns auf die Erweiterung des Gewerbegebietes Ost sowie eine kleinere Erweiterungsfläche des Gewerbegebietes West verständigt. Damit bieten wir erfolgreichen Firmen vor Ort Expansionsflächen und können sogar noch für weitere Gewerbe-Grundstücke zur Ansiedlung bereitstellen. Wichtig ist mir dabei, dass neben dem Erhalt Putzbrunns als attraktiver Wirtschaftsstandort und der Wirtschaftsförderung auch das gesetzlich geforderte Harmonisierungsgebot von Wohnbau und Gewerbebau eingehalten wird. Aufgrund der derzeitig hohen Nachfrage nach Gewerbeflächen könnten wir diese jeweils dreifach belegen.

Boger: Wir brauchen eine passende Gewerbestruktur. Ich möchte weder großes produzierendes Gewerbe noch Logistikunternehmen mit hohem Verkehrsaufkommen haben. Zuerst sollten wir den Putzbrunner Firmen und Gewerbetreibenden die Möglichkeit geben, hier zu expandieren. Zusätzlich gilt es, mit Verbänden wie der Mittelstands-Union oder der IHK zusammenzuarbeiten, um uns von anderen Gemeinden abzusetzen und geeignete Firmen anzusiedeln. Dafür möchte ich eine Stelle für Wirtschaftsförderung in der Verwaltung einrichten. Wir können Anreize schaffen, um unseren Standort für Unternehmen interessant zu machen. So entstehen Arbeitsplätze und eine stabile finanzielle Basis für unsere Gemeinde.

Eduard Boger im Poträt: Stichwahl oder Siegersekt

Hois: Mit 120 Hektar weist der Flächennutzungsplan ausreichend Platz für die Ansiedlung neuer und die Erweiterung ansässiger Firmen aus. Mittelfristig werden diese Steuereinnahmen unsere Finanzen stärken. Dafür ist es notwendig, Gewerbe anzusprechen, das zu Putzbrunn passt, aber auch die notwendigen Gewerbesteuereinnahmen verspricht. Wir Putzbrunner brauchen ein eigenes Gewerbeentwicklungsprogramm. Das heißt, eine gemeinsame Festlegung der Rahmenbedingungen was, wo, wann entwickelt werden soll. Als Bürgermeister verstehe ich mich als „Wirtschaftsförderer Nummer eins“ bei der Umsetzung dieses Programms.

In welcher Form und wo wollen Sie im Ort Wohnraum schaffen?

Klostermeier: Unser neuer Flächennutzungsplan sieht, aus dem Ortsleitbild resultierend, für die nächsten zehn bis fünfzehn Jahre ein moderates Wachstum, also etwa ein bis 1,5 Prozent vor. Das wären etwa 70 bis 100 Neubürger jährlich. Über die beschlossene soziale Bodennutzung werden wir davon etwa 30 Prozent für Putzbrunner Bürger, nach bestimmten Vergabekriterien, bereitstellen können. Aus Wachstum resultiert auch immer ein höherer Bedarf an Infrastruktureinrichtungen wie Kindergärten, Schule, Feuerwehr oder auch Sportmöglichkeiten. Bei einem moderaten Wachstum schaffen wir es, diese auch bedarfsgerecht zu schaffen. Natürlich sehen es manche Bürger nicht gerne, wenn in unmittelbarer Nähe Wohnbebauung errichtet wird. Daraus ergeben sich aber auch positive Effekte, etwa dass wieder dringend benötigtes Erziehungspersonal für unsere Einrichtungen gefunden wird, weil eine bezahlbare Wohnung zur Verfügung gestellt werden kann.

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Boger: Fläche ist eine endliche Ressource. Daher gilt es, verantwortlich mit dem Flächenverbrauch umzugehen. Hier gilt es, die vorhandenen Bauflächen optimal zu nutzen, auch in Bezug auf die Höhenentwicklung und die im Flächennutzungsplan definierten Baugebiete zu entwickeln. Den ländlichen Charakter und die eigenständigen Ortsteile gilt es, zu erhalten. Mit maßvollem Wohnungsbau unter Nutzung der Fördermöglichkeiten von Bund und Land könnten wir Wohnraum anbieten, der sich unterhalb der marktüblichen Mieten bewegt. Damit will ich jungen Menschen und Familien mit geringem Einkommen die Möglichkeit geben, sich in Putzbrunn ein Zuhause zu schaffen. Menschen, die sich im Besonderen für die Gemeinschaft einsetzen wie im Ehrenamt und in Betreuungs- und Pflegeberufen sollen besonders berücksichtigt werden. Ich bin überzeugt, dass dieses Konzept von unseren Bürgern mitgetragen wird.

Hois: Wir brauchen neuen, vor allem bezahlbaren Wohnraum. Im Flächennutzungsplan werden rund 70 Hektar für neue Wohnbebauung ausgewiesen. Platz für rund 1500 Bürger, ausreichend für wenigstens zehn Jahre. Dennoch muss dabei der zusätzliche Flächenverbrauch betrachtet und nachhaltig agiert werden. Heißt: Es wird auch zu Nachverdichtungen und zu Mehrgeschosswohnungsbau kommen. Interessenskonflikte sind damit teilweise vorprogrammiert. Nur durch eine offene Informationspolitik und die rechtzeitige Einbindung der Betroffenen, wird es gelingen, diesen Spagat zu meistern. Die Entwicklung von neuem Wohnraum in Putzbrunn braucht einen abgestimmten Prozess, der einerseits die Anforderungen an die zusätzliche Infrastruktur (Kindergärten, Straßen) mit berücksichtigt, anderseits die Bürger auch mit einbindet.

Sehen Sie die Demokratie in Gefahr, wenn Fraktionen Mehrheitsentscheidungen nicht akzeptieren?

Klostermeier: Das Thema Bürgerbegehren wird in letzter Zeit häufig, auch in Fachpublikationen, diskutiert. Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass gewählte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte Verantwortung, auch bei unpopulären Entscheidungen, übernehmen müssen. So manche Bürger sehen es durchaus als kritisch, wenn zu jeder Kleinigkeit ein Bürgerbegehren durchgeführt wird, so manche scheitern am Quorum. Viele Maßnahmen sind auch sehr langfristig angelegt, man braucht hierzu Planungssicherheit. Mehrheitsentscheidungen sollten in der Regel akzeptiert werden. Dennoch gibt es oft auch Richtungsentscheidungen, die durchaus sinnvoller Weise über ein Bürgerbegehren geklärt und entschieden werden können. Dies wäre das Schweizer Modell, welches ich sehr begrüße.

Boger: Es ist sehr einfach immer nur „dagegen“ zu sein. Passt mir eine Entscheidung nicht, so wird schnell eine Initiative gegründet oder eine Unterschriftensammlung gestartet. Selten werden dabei aber auch echte Alternativen oder Lösungen angeboten, sondern meist geht es nur darum eine recht einseitige Sichtweise der Dinge durchzusetzen. Ich teile die überzogene Befürchtung von Frau Müller nicht, sehe jedoch durchaus eine Gefahr, dass getroffene Entscheidungen durch Eigeninteresse immer mehr in Frage gestellt werden. Ich wünsche mir eine durchaus kontroverse und sachliche Diskussion bei der Entscheidungsfindung, aber dann auch die Größe eine Mehrheitsentscheidung als solche zu akzeptieren.

Hois: Da bin ich anderer Meinung. In meinem Demokratieverständnis und in der bayerischen Verfassung steht der Bürgerwille im Mittelpunkt. Ein Bürgerbegehren hilft meines Erachtens sogar dabei, sicherzustellen, dass letztendlich die mehrheitliche Meinung der Bürger zu einem einzelnen Beschluss widergespiegelt wird. Sollte dieses Instrument der direkten Demokratie öfter oder sogar regelmäßig in Anspruch genommen werden, dann ist das aus meiner Sicht ein Signal dafür, dass die Vorarbeit im Gemeinderat nicht funktioniert hat. Mein Standpunkt: Wenn ich Verständnis und Akzeptanz schaffen will, müssen gemeinsame Ziele definiert und die Bürger frühzeitig einbezogen werden.

Wenn Sie Bürgermeister sind, was werden Sie als erstes anpacken?

Klostermeier: Nachdem unser Ortsleitbild heuer zehnjähriges Jubiläum feiert, ist aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen und der rasanten Entwicklung unserer Region eine Überarbeitung sinnvoll. Bedarf sehe ich hierbei bei der Abarbeitung von Maßnahmen in der Initiative 29 ++ des Landkreises. Hier wollen wir erreichen, dass mehr Energie eingespart wird und die Versorgung mit regenerativen Energien verbessert wird. Ich hoffe, dass sich wieder viele Bürger im Rahmen von Bürgerforen oder Arbeitskreisen daran beteiligen werden. Des Weiteren ist eine Priorisierung anstehender Bebauungspläne notwendig, um den Einwohnerzuwachs steuern zu können. Hier hat die Gemeinde Planungshoheit. Zur Entlastung unseres Ortes von Verkehr sind baldmöglichst die Planungen zur Verlängerung der Hermann-Oberth-Straße aufzunehmen.

Boger: Als allererstes werde ich mich den Menschen widmen, die in der Verwaltung, dem Bauhof und den Kindergärten tätig sind, um zu verstehen, was getan werden muss, damit sie auch weiterhin das Beste für unserer Bürgerinnen und Bürger geben können. Um all die guten Ideen und Projekte zum Wohle unserer Gemeinde umzusetzen wird in erster Linie eines benötigt – Geld. Damit wir bereit sind für die Investitionen in unsere Zukunft, werde ich sicher meine Prioritäten auf die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinde setzen, ohne allerdings die oben angesprochenen Themen zu vernachlässigen. Außerdem gilt es, schnell die richtigen Weichen für die baulichen Projekte zu stellen.

Hois: Ich werde sicherstellen, dass trotz Wechsel kein Stillstand entstehen wird. Es müssen einige Grundlagen aufbereitet und Transparenz hergestellt werden, damit Investitionsentscheidungen nachhaltig getroffen werden können. Ich werde die dringlichsten Themen, wie den Neubau Kindergarten/Mittagsbetreuung, zur Entscheidung bringen. Ich werde die Startschüsse für Zukunftsthemen setzen. Zum einen für unser neues Putzbrunner Gemeinde-/Gewerbeentwicklungsprogramms. Zum anderen für das Projekt „Mein, Dein, Unser Putzbrunn“ mit dem Schwerpunkt „Gemeinsames Neues Wir-Gefühl“. Und, ich werde mich einsetzen, dass gute Mitarbeiter, die unsere Gemeinde verlassen haben, zurückkehren.

Im Jahr 2030: Wie wird „Ihr“ Putzbrunn dann aussehen?

Klostermeier: Im Wesentlichen erhoffe ich mir zufriedene Bürgerinnen und Bürger. Der Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen- und Einrichtungen ist gedeckt und diese sind modern und zukunftsorientiert ausgestattet. Ich wünsche mir, dass spätestens dann auch ein „Burschenstadl“ errichtet ist, denn das würde erheblich zum gesellschaftlichen Leben in unserem Ort beitragen. Es wird Menschen geben, die durch unseren neuen Bürgerpark spazieren und sich daran erfreuen. Es gibt eine ordentliche Lärmschutzwand zur A 99 und durch Putzbrunn fahren im Jahre 2030 hoffentlich viele abgas- und lärmfreie Elektroautos. Außerdem ist der öffentliche Personennahverkehr optimal organisiert und alle Bürger/innen kommen ihrem Bedarf entsprechend von A nach B – vielleicht sogar mit einer Stadt-Umland-Bahn.

Boger: Es geht nicht darum, wie „mein“ Putzbrunn aussehen wird, sondern wie die Menschen vor Ort ihre Heimat und ihren „Lebensraum“ gestalten möchten. Als Ziel setze ich mir aber ganz klar die Umsetzung aller Maßnahmen die unsere Gemeinde noch schöner und lebenswerter machen. Lärmschutz für unsere Bürger, ein funktionierendes Verkehrskonzept, ein ländlich attraktives Erscheinungsbild mit Erhalt der umliegenden Wälder, eine flexible und bedarfsgerechte Infrastruktur bei der Kinderbetreuung und Möglichkeiten für ein menschenwürdiges Altern, eine gute Balance zwischen Arbeits- und Lebensraum und eine solide finanzielle Basis um all das auch in Zukunft weiterführen zu können.

Hois: „Mein“ Putzbrunn“ wird eine Gemeinde sein, die Lösungen für die gestellten Herausforderungen gefunden hat. Der Verkehr wurde, auch durch die fertiggestellte Ortsumgehung, auf ein verträgliches Maß reduziert. Neu geschaffener Wohnraum, harmonisch eingefügt in unser Ortsbild, macht es für Singles und junge Familien möglich, in Putzbrunn leben zu können. Die Gemeinde arbeitet eng mit den Bürgern zusammen. Die Bürger fühlen sich wohl in Putzbrunn, sie fühlen sich ernst genommen und als Teil einer großen Gemeinschaft. Weniger „mein“ sondern „unser“ Putzbrunn wird dann so aussehen, wie es durch die Bürgerinnen und Bürger gemeinsam entwickelt, geplant und gelebt wird.

mm

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