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Die Landkreis-SPD feiert ihren Gewinner: Der wiedergewählte Bürgermeister Edwin Klostermeier umringt von (v.l.): Haar Bürgermeisterin Gabriele Müller, Stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche, Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder, Unterföhrings ehemaliger Bürgermeister Franz Schwarz und Unterschleißheims Rathauschef Christoph Böck.

Bürgermeisterwahl in Putzbrunn

Bürgermeisterwahl Putzbrunn: Klostermeier macht’s noch mal

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Edwin Klostermeier (SPD) bleibt bis zum Rentenalter Bürgermeister von Putzbrunn. Der 62-jährige Amtsinhaber setzte sich bei der Wahl am Sonntag mit 53,0 Prozent der Stimmen gegen Eduard Boger (CSU) und Walter Hois (GPP) durch.

Putzbrunn – Die erste Sektflasche bekommt Edwin Klostermeier schon in die Hand gedrückt, als gerade mal drei von fünf Wahlbezirken ausgezählt sind. Sichtlich irritiert will der SPD-Bürgermeister von Putzbrunn das Präsent seiner Amtskollegin aus Haar, Gabriele Müller, erst gar nicht annehmen – das wäre ja ein klassischer Fall von zu früh gefreut.

Doch beim genaueren Hinsehen auf die Flasche, um deren Hals ein weißes Babylätzchen hängt, wird Klostermeier klar: Der Sekt ist nicht etwa für die Bürgermeisterwahl gedacht, deren Ergebnisse gerade peu à peu auf dem Monitor im Rathaus durchgegeben werden. Sondern für den frisch gebackenen Großvater Edwin Klostermeier, dessen Enkel vor wenigen Tagen zur Welt gekommen ist.

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Für Klostermeier ist es eine Premiere gewesen, der 62-Jährige ist zum ersten Mal Opa geworden. Schon zum dritten Mal hingegen hat der SPD-Politiker am Sonntag eine Bürgermeisterwahl gewonnen: Mit 53 Prozent der Stimmen setzte er sich am Sonntag bereits in der ersten Runde durch. Auf Platz zwei landete Eduard Boger (CSU) mit 25,2 Prozent der Stimmen, während Walter Hois (GPP) auf 21,8 Prozent kam.

SPD-Amtskollegen in der Überzahl

„Ich hatte schon den Eindruck und die Hoffnung, dass es jetzt in der ersten Runde klappen wird“, sagte Klostermeier, nachdem sämtliche fünf Wahlbezirke ausgezählt und nahezu sämtliche Hände im Rathaus geschüttelt worden waren. Diesen Optimismus teilten offenbar auch seine rund ein halbes Dutzend SPD-Amtskollegen aus dem Landkreis, die nach dem Schließen der Wahllokale um 18 Uhr als erste im Rathaus eintrudelten. Als wenig später Eduard Boger die Eingangshalle betrat, waren bereits die Ergebnisse von zwei Wahlbezirken ausgezählt – und Klostermeier lag knapp über 50 Prozent. Auf Platz zwei folgte der CSU-Kandidat Boger, der vor sechs Jahren lediglich 17,8 Prozent der Stimmen geholt hatte. Ob es für eine Stichwahl reichen könnte? „Vielleicht – und wenn nicht, dann nicht“, kommentierte ein gut gelaunter Boger. „Ich brauche ja keinen Plan B.“

Gebannt verfolgten Politiker, wie der Bundestagsabgeordnete Peter Paul Gantzer (3.v.l.) und die Putzbrunner Bürger die Abstimmung über den Bildschirm im Foyer des Rathauses.

Damit spielte der CSU-Mann auf Walter Hois an, der im Wahlkampf mehrmals von einem Plan B gesprochen hatte, falls er nicht Rathauschef werde. Der GPP-Kandidat kam etwa eine Viertelstunde nach Boger im Rathaus an; soeben flimmerten die Ergebnisse aus dem dritten Wahllokal über den Bildschirm. Nun lag Klostermeier bei 51,8 Prozent, dahinter Boger (25,5 Prozent) und Hois (22,7 Prozent), der seinen CSU-Konkurrenten mit den Worten begrüßte: „Das wird nichts mehr mit der Stichwahl.“

Stilles Lächeln statt Euphorie

Hois sollte Recht behalten: Nachdem Edwin Klostermeier sich als dritter und letzter im Rathaus eingefunden hatte, tauchte schließlich das Endergebnis auf dem Bildschirm auf. Wer nun mit einem entfesselt jubelnden neuen und alten Bürgermeister gerechnet hatte, der sah sich getäuscht: Fast ein wenig zaghaft reckte Klostermeier lediglich den Daumen in die Höhe und erlaubte sich ein leises Lächeln. Danach eilten die diversen SPD-Amtskollegen aus den Nachbarorten zum Gratulieren herbei, außerdem seine unterlegenen Konkurrenten sowie der Putzbrunner Bundestagsabgeordnete Florian Hahn, Landrat Christoph Göbel (beide CSU) und dessen Stellvertreterin Annette Ganssmüller-Maluche (SPD).

Kurz nach 19 Uhr stand das Ergebnis nach der Auszählung aller fünf Bezirke fest.

Während Klostermeier noch eifrig am Hände schütteln war, hatten sich Walter Hois und seine Kollegen von der GPP bereits frühzeitig aus dem Rathaus verabschiedet. Derweil zeigte sich Eduard Boger mit seinem Ergebnis zufrieden. „Mir ging es nicht um die Prozentpunkte, sondern darum, meine Linie durchzuziehen und respektvoll miteinander umzugehen“, betonte der CSU-Mann.

Lesen Sie hier einen Kommentar zur Bürgermeisterwahl.

Der SPD-Amtsinhaber zeigte sich zufrieden. „Ich denke, die Bürger haben anerkannt, dass hier gute Arbeit geleistet wurde, und dass wir den Ort in den vergangenen sechs Jahren nach vorne gebracht haben.“ Dann verabschiedete er sich zur Wahlparty nach Solalinden.

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