Gewohntes Bild: Der (Schwerlast-)Verkehr schlängelt sich durch Putzbrunn. Die AG wollte Lösungen finden.
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Gewohntes Bild: Der (Schwerlast-)Verkehr schlängelt sich durch Putzbrunn. Die AG wollte Lösungen finden.

ergebnislos

Die Problemlöser lösen sich auf

  • Bert Brosch
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Wenig Interesse, keine Ergebnisse: Die Initiative „Interkommunales Verkehrskonzept“ ist gescheitert.

  • Der Zusammenschluss mehrere Fraktionen aus den Gemeinden Putzbrunn, Grasbrunn, Hohenbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn wollte das Verkehrsproblem in den Kommunen lösen.
  • Die AG beleibt jedoch ergebnislos.
  • Mitverantwortlich seien die Bürgermeister.

Putzbrunn – Das Verkehrsproblem vor Ort lösen – das war das erklärte Ziel des Zusammenschlusses mehrere Fraktionen aus den Gemeinden Putzbrunn, Grasbrunn, Hohenbrunn und Höhenkirchen-Siegertsbrunn. Nach vier Jahren musste Walter Hois (GPP), der Putzbrunn in der Arbeitsgemeinschaft (AG) vertrat, allerdings eingestehen, dass es keinerlei Ergebnisse gibt. Mitverantwortlich machte er dafür die Bürgermeister, die eigentlich bewusst rausgehalten wurden.

Auf gemeinsamen Antrag der Fraktionen von CSU, FW und der GPP beschloss der Putzbrunner Gemeinderat im Oktober 2016 mit den drei Nachbargemeinden die AG „Interkommunales Verkehrskonzept“ zu gründen. Auch die anderen drei Kommunen traten bei. Am Ende dieser Kooperation wollte das Bündnis Maßnahmen aufzeigen, um den Verkehr zu entlasten. Maßnahmen, die dann von einem Verkehrsplanungsbüro umgesetzt werden sollten. Ein halbes Jahr später stellte die AG bei einer Auftakt-Veranstaltung einen Leitfaden zur Organisation und den Zeitplan des Projektes vor. Bereits damals gab es bei der Bestellung der beiden gemeindlichen Vertreter in einigen Gemeinden Verzögerungen, so konnte die erste Sitzung des Steuerungskreises erst im September 2017 durchgeführt werden.

bis 2018 fanden acht Treffen statt

Bis Juni 2018 fanden laut Hois acht Treffen statt, auch mit dem Landratsamt. Den Abschluss der ersten Phase des Projektes markierte ein Treffen mit den Bürgermeistern. Dabei stellte die AG die aktuellen Entwicklungen und Planungen in den Gemeinden vor. Die Runde diskutierte und verwarf Ideen. Doch dann ebbte die Aktivität ab. „Bei einigen Mitgliedern des Steuerungskreises wurde das Interesse zur Teilnahme immer weniger oder erlosch gänzlich“, berichtete Walter Hois. Daher habe das vorerst letzte Treffen vor über einem Jahr im Frühjahr 2019 stattgefunden.

Warum das Interesse erlosch, darüber kann Hois nur spekulieren. Resignation? Zu geringe Wertschätzung oder Unterstützung für diese ehrenamtliche Arbeit? „Die Zeit war auf alle Fälle für so eine gemeinsame Aktion noch nicht reif“, bilanziert Hois. Jeder Kommune sei die Verkehrsproblematik bewusst, die Gemeinden konzentrierten sich trotzdem weiter darauf, „Insellösungen zu finden, statt den Prozess des Umdenkens einzuläuten und das große Ganze sukzessive in Angriff zu nehmen“.

Putzbrunns Bürgermeister war von Anfang an kein Freund der Idee

Man habe versucht, die Zusammenarbeit der Kommunen weiterzuentwickeln. „Diesen Weg zu beschreiten, war objektiv betrachtet der richtige“, sagte Hois und monierte: „Doch die Bürgermeister haben uns abgeblockt, was nicht von ihnen kommt, das ist nicht gut.“

Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD), von Anfang an kein Freund der Idee, fühlte sich bestätigt in seiner Skepsis. „Die wollten ja ganz bewusst Ideen ohne die Bürgermeister und Verwaltungen entwickeln. Doch weiter, als bis zu einer Ist-Analyse sind sie nicht gekommen.“ Es hätte ihn auch gewundert, so der Rathauschef, „wenn die plötzlich die Lösungen präsentiert hätten, über die wir uns seit Jahren die Köpfe zerbrechen“. Sein Amtskollege aus Grasbrunn, Klaus Korneder (SPD), stand dem Projekt positiver gegenüber. „Auch wenn ich keine immense Erwartungshaltung hatte. Aber was hätten die Gemeinderäte als Idee finden sollen? Wir Bürgermeister beschäftigen uns seit Jahren mit der Thematik, ohne echte Lösung.“ Jetzt auf die Bürgermeister zu schimpfen, die man nicht dabeihaben wollte, sei unverständlich. „Wer selbst das Heft des Handelns in der Hand hält“, sagte Korneder, „der sollte es auch vollschreiben – das ist der Gruppe nicht gelungen.“ Der Putzbrunner Gemeinderat beschloss einstimmig, die Zusammenarbeit zu beenden. Was bleibt, sind die Verkehrsprobleme.

Aus der Gemeinde: Lange hat Putzbrunn um die Entweder-oder-Entscheidung gerungen, nun ist es amtlich: mit 15:6 Stimmen beschloss der Gemeinderat den Standort für das neue Gymnasium.

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