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Bürgermeister Edwin Klostermeier

Gemeinderat

Frischer Wind für Putzbrunns Gemeinderat

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Arrivierte Mandatsträger sind nicht mehr im Gremium, dafür zwei Unter-25-Jährige. Der GPP bricht 1 Sitze weg.

Putzbrunn – Gleich acht neue Gesichter werden ab Mai im Putzbrunner Gemeinderat sitzen. Männlich wird er sein, nur vier Frauen haben trotz aussichtsreicher Listenplätze es in das Gremium geschafft.

„Wir hatten wunderbare Kandidatinnen auf attraktiven Plätzen“, bilanziert der CSU-Fraktionsvorsitzende Eduard Boger. „Dass davon Maria Feiner übrig geblieben ist, beweist, dass die Wähler doch sehr individuell und abgestimmt haben und weniger das Listenkreuz gemacht haben.“ Vom Ergebnis mit 30,6 Prozent (minus 1,7) sei er hin und hergerissen. „Wir haben unsere sechs Sitze gehalten, mit einem mehr haben wir geliebäugelt.“ Dass mit Tobias Stokloßa ein junger, erst 20-jähriger Student, ins Gremium eingezogen ist, freut Boger besonders. „Ich finde es sehr wichtig, dass die nächste Generation an den Zukunftsentscheidungen beteiligt ist.“

Bräuer bedauert, dass es keine rote Frau geschafft habe

Neben Eduard Fritz (CSU), langjähriger Ortsvorsitzender und zweiter Bürgermeister, scheidet auch dritter Bürgermeister Alexander Bräuer (SPD) nach 23 Jahren aus dem Gemeinderat aus. Bräuers Genossen müssen künftig mit einem Sitz weniger auskommen „Nach dem negativen SPD-Trend sind wir aber mit 16,1 Prozent (minus 4,1) noch mit einem blauen Auge davon gekommen“, so Bräuer. Er bedauert, dass es keine rote Frau geschafft habe: „Das ist sehr schade.“ Immerhin: Georg Seilbeck hat mit Michael Adamski und Gerhard Fink zwei Neulinge an der Seite.

Auch die Gemeinschaft pro Putzbrunn (GPP) hat mit 17,7 Prozent (minus 8,9) einen Sitz weniger und nun vier Mandatsträger. „Eigentlich sind das unsere normalen Verhältnisse aus den letzten Jahren“, bestätigt Robert Böck. „Von daher sind wir mit dem Wahlergebnis zufrieden. Mit dem Neuzugang Florian Valbert haben wir einen jungen von 22 Jahren im Team, den wir nun aufbauen.“

Martin Adler ist hoch erfreut

Hoch erfreut ist Martin Adler von den Freien Wählern mit 14,5 Prozent. Der Zuwachs um 4,5 Prozent hat sich einem zusätzlichen Sitz niedergeschlagen. „Mehr Ausdruck an Zufriedenheit kann es gar nicht geben, wir haben den Wählerwillen anscheinend voll getroffen.“

Ebenso glücklich ist Volker Rentschler von Bündnis90/Die Grünen. Der Zuwachs von 8,8 Prozent sei hervorragend. Er hat neben Sybille Martinschledde in Doris Böhm eine weitere Frau an der Seite, „unsere Quote ist also bestens erfüllt“. Mit 17,2 Prozent seien sie ganz knapp an einem vierten Sitz vorbeigeschrammt, erst in der letzten Auszählung hätten sie ihren vierten Sitz an die GPP verloren. „Schade, dass die SPD so verloren hat“, sagt Rentschler, „aber zum Glück haben wir in Edwin Klostermeier einen ausgleichenden Bürgermeister, sodass es mit der sachlich und fachlich orientierten Politik in Grasbrunn weiter geht.“ 

Der Bürgermeister: Edwin Klostermeier (SPD)

Der Gemeinderat: 

CSU: Alfons Meßner, Eduard Boger, Maria Feiner, Tobias Stokloßa, Johann Weber, Robert Schmelzer

Grüne: Sybille Martinschledde, Doris Böhm, Volker Rentschler.

SPD: Georg Seilbeck, Michael Adamski, Gerhard Fink

FDP: Michael Schultz

GPP: Robert Böck, Walter Hois, Martina Hechl, Florian Valbert

FWG: Josef Jakob, Thomas Jungwirth, Martin Adler

*Text und Gemeinderatsmitglieder nach endgültiger Auszählung aktualisiert.

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