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Steht immer noch: das letzte öffentliche Telefon an der Glonner Straße. 

Telekom möchte öffentlichen Fernsprecher abbauen - Gemeinde lehnt das ab

Das Telefon in Putzbrunns Dorfmitte bleibt

  • Bert Brosch
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 Schon mehrfach wollte die Deutsche Telekom das letzte öffentliche Telefon im Ort abbauen. Das scheitert am Widerstand der Gemeinde.

Ginge es nach der Telekom wäre das  öffentliche Telefon an der Glonner Straße, direkt vor der Kirche, längst weg. Mittlerweile ist es der letzte öffentliche Fernsprecher im Gemeindebereich und werde laut Telekom nicht mehr benutzt. Der Gemeinderat lehnte den Abbau entschieden ab.

Alle paar Jahre wieder steht das Telefon auf der Tagesordnung des Gemeinderats. Und mit ebenso großer Regelmäßigkeit wird der Antrag des Telefon-Konzerns, den Apparat abzubauen, abgelehnt, auch wenn der behauptet, das Basistelefon werde nicht mehr benutzt. „Wer über die Glonner Straße zum Kirchenzentrum geht, kommt seit Jahrzehnten an diesem Telefon vorbei, das sich in zentraler Lage mit Ortsmitte, Hauptumleitungsstrecke für die A99, Bushaltestellen und Kirchen befindet“, führte Edwin Klostermeier aus. Er gehe fest davon aus, dass es nach wie vor Bürger gibt, die kein Mobiltelefon haben, weil sie es sich nicht leisten können oder aus anderen Gründen. „Daher halte ich es für sinnvoll, die Telefonstelle beizubehalten“, sagte der Bürgermeister. Eduard Boger (CSU) stimmte ihm voll zu, „das Telefon in der Dorfmitte, am Kirchenzentrum und der Haltestelle ist extrem wichtig, für Notrufe oder sonstige Anlässe.“ Robert Böck (GPP) konnte sich noch an die lebhafte Diskussion über das Thema vor etwa fünf Jahren erinnern, „an den Argumenten und Fakten hat sich seither nichts geändert. Und wenn die Telekom da ein paar Euro im Jahr draufzahlt, tut es dem Konzern bestimmt nicht weh.“ Auch Georg Seilbeck (SPD) plädierte energisch für die Beibehaltung des Fernsprechers. Einstimmig lehnte daher der Gemeinderat das Ansinnen der Telekom ab, Klostermeier kommentierte den regelmäßig wiederkehrenden Antrag mit den Worten: „Ich stimme so lange dagegen, bis das Telefon unter Denkmalschutz steht, dann dürfen sie es nicht mehr wegreißen.“

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