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Alter Wasserturm in Oedenstockach wird restauriert

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Von: Bert Brosch

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Die Sanierung des Oedenstockacher Wasserturms aus dem Jahr 1906 ist das jüngste Projekt der Putzbrunner Ortsleitbild-Gruppe.
Die Sanierung des Oedenstockacher Wasserturms aus dem Jahr 1906 ist das jüngste Projekt der Putzbrunner Ortsleitbild-Gruppe. © Bert Brosch

Über zehn Projekte hat die Agenda 21 im Rahmen des Ortsleitbilds verwirklicht. Jetzt steht das nächste an: der Wasserturm in Oedenstockach.

Putzbrunn – Die Technik nicht mehr funktionsfähig, das alte Gemäuer über die Jahre verdreckt – doch jetzt wird der alte Wasserturm in Oedenstockach wieder hergerichtet. Es ist das jüngste Projekt der Agenda 21 in Putzbrunn aus dem Ortsleitbild, das sie 2009 initiiert hat. Seither haben die Ehrenamtlichen über zehn Projekte realisiert. Leider werden es immer weniger Aktive, die sich in der Agenda engagieren.

Das Ortsleitbild (OLB) soll die Grundlage für die Entwicklung der Gemeinde und für die Entscheidungen von Gemeinderat und Verwaltung bis 2030 sein. Es ist eine Selbstverpflichtung, die sich als Appell sowohl an jeden einzelnen Bürger als auch an die politischen Gruppierungen und an die Kommunalpolitik wendet – ohne diese von der Verantwortung für ihre Entscheidungen zu entbinden. Ulrike Strobl und Klaus Birgmeier von der Agenda 21 blickten im Gemeinderat nun auf die realisierten Projekte zurück und gaben einen Ausblick für die Zukunft.

„Das war eine Menge Arbeit“

„Wir haben in den vergangenen zwölf Jahren über zehn Projekte umgesetzt“ zählte Strobl auf. Dazu zählen: der Erhalt der Rodungsinsel, der Eichen- sowie Lindenallee, von den Bürgern initiiert, bezahlt und gepflanzt, viele Wildblumenwiesen im Gemeindegebiet, ein regelmäßiges, erfolgreiches Dorffest, LED-Straßenlaternen, neue Trinkwasserbrunnen gebohrt und das komplette Trinkwassernetz fest in der Gemeindehand verankert. Alle kommunalen Gebäude haben Photovoltaikanlagen auf den Dächern, sämtliche Ortsteile sind mit Radwegen verbunden. „Das sind alles Projekte aus dem Ortsleitbild, im Sommer 2019 wurde das vorläufig letzte mit der Pflanzung der Streuobstwiese am Waldfriedhof abgeschlossen“, sagt Strobl. Verantwortlich dafür ist Birgmeier: „Die Bäume stehen jetzt fast zwei Jahre und sind noch zu klein zum Ernten. Aber wir müssen uns trotzdem regelmäßig um sie kümmern, schneiden, bewässern, dann sind sie in zwei, drei Jahren so weit.“ Das Ziel sei eine gemeinsame Apfelernte der Bürger, vielleicht mit einem kleinen Apfelfest.

Strobl erinnerte an die Ausstellung zum zehnjährigen Bestehen des OLB. „Das war eine Menge Arbeit, die vielen Projekte nachvollziehbar darzustellen. Leider sind wir nur noch acht, neun aktive Mitglieder, das müssen unbedingt mehr werden, wir haben noch viel vor“, sagte sie.

Tote Insekten, Spinnweben und Rost

Und jetzt eben die Sanierung des Oedenstockacher Wasserturms. „Das ist der einzige im großen Umkreis, in dem noch die alte Originaltechnik verbaut und sogar funktionsfähig ist.“ Doch aufgrund des Alters – der Turm stammt aus dem Jahr 1906 – und des Denkmalschutzes seien zunächst viele Anträge und Formulare notwendig gewesen, um den Turm überhaupt betreten zu dürfen und ihn behutsam zu säubern. Unmengen an toten Insekten, Spinnweben und Rost müssen raus. „Jetzt folgt der nächste Schritt, die Gangbarmachung der Mechanik“, erklärt Strobl. Ziel sei es, dass der Turm bis zum Tag des Offenen Denkmals (12. September) so weit in Ordnung ist, „dass wir ihn für die Allgemeinheit öffnen können“.

Bürgermeister Edwin Klostermeier lobte das Engagement des OLB und der Steuerungsgruppe des Gemeinderats: „Wir haben schon viel erreicht aber auch noch einiges vor uns, da sollten möglichst viele mitmachen.“

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