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Auf der Ortsumfahrung bleibt Tempo 100

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Die Putzbrunner Gemeinderäten haben sich für ein Tempolimit von 70 Stundenkilometern auf der Ortsumfahrung stark gemacht. Doch Landratsamt und Polizei sehen dafür keinen Grund. 

Putzbrunn – Ist die Putzbrunner Ortsumfahrung vom Kreisel Münchner Straße über die B 471 bis zum Kreisel Grasbrunner Straße zu gefährlich? Sollte deshalb auf der Staatsstraße 2079, so die offizielle Bezeichnung, die Geschwindigkeit von Tempo 100 auf 70 Kilometer pro Stunde beschränkt werden? Die Gemeinderäte im Putzbrunner Verkehrsausschuss waren sich einig: Ja.

Deshalb haben sie im vergangenen September in Folge eines Antrags der CSU das Landratsamt beauftragt, die Verkehrssituation zu überprüfen. Das Ergebnis dürfte den Gemeinderäten nicht gefallen. Es wird in absehbarer Zukunft keine Geschwindigkeitsbegrenzung geben. Das machte das Landratsamt in einer Stellungnahme deutlich.

Die Straße sei mit einer Breite zwischen 7,20 und 6,80 Metern breit genug und die Kreisel hätten eine „geschwindigkeitsdämpfende Wirkung“. Das bestätigen auch Messungen der Polizei, wonach von 202 kontrollierten Fahrzeugen 196 mit 75 Kilometern pro Stunde oder weniger unterwegs gewesen sind. Auch das schnellste der gemessenen Autos sei nur 86 statt der erlaubten 100 Stundenkilometer gefahren.

Außerdem habe es, nachdem erst im Oktober 2014 die Beschränkung auf Tempo 80 im Zuge der Aktion „Licht in den Schilderwald“ aufgehoben wurde, keinen geschwindigkeitsbedingten Unfall gegeben. Da „im gesamten Jahresverlauf kein nennenswerter Radverkehr im Bereich der Ortsumfahrung stattfindet“, gebe es zudem auch mit Rücksicht auf die Radfahrer keinen Grund, Tempo 70 einzuführen.

Da „Beschränkungen und Verbote des fließenden Verkehrs nur angeordnet werden dürfen, wenn aufgrund der besonderen örtlichen Verhältnisse eine Gefahrenlage besteht“ – die es gemäß den Messungen auf der Ortsumfahrung Putzbrunn nicht gibt –, kommt das Landratsamt der Bitte der Putzbrunner vorerst nicht nach. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Sollte die Zahl der Unfälle künftig steigen, sei das Landratsamt bereit, die Situation erneut zu prüfen, heißt es in der Stellungnahme.

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