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Burschenverein feiert mit großem Festzug seinen 125. Geburtstag

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Von: Patrik Stäbler

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Mit einem großen Festumzug hat der Putzbrunner Burschenverein seinen 125. Geburtstag gefeiert. Aberhunderte Besucher säumen die Straßen, als bei strahlender Sonne gut 1300 Trachtler durch den Ort ziehen.

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1 / 16Angeführt wird der Festzug natürlich von den Putzbrunner Burschen, deren 125. Geburtstag der Anlass für die Feierlichkeiten ist. © Patrik Stäbler
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2 / 16Die Freiwillige Feuerwehr Putzbrunn zieht auf dem Weg zum Festgottesdienst an der St.-Stephan-Kirche vorbei. © Patrik Stäbler
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3 / 16Schon am frühen Morgen ziehen die rund 50 Vereine vom Florianseck, wo das Festzelt aufgebaut ist, zur Wiese hinter dem Bürgerhaus. © Patrik Stäbler
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4 / 16Auch die Krieger-und Soldatenkameradschaft Putzbrunn ist mitsamt Fahne beim Umzug dabei. © Patrik Stäbler
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5 / 16Und natürlich dürfen auf die Schützen der SG Wendlstoana nicht fehlen. © Patrik Stäbler
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6 / 16Mit dabei ist natürlich auch der Chef-Organisator des Fests - Burschenvereins-Vorsitzende Sebastian Schmelzer (2. von rechts). © Patrik Stäbler
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7 / 16Bei strahlendem Sonnenschein kommt so mancher ins Schwitzen - vor allem, wenn er Uniform trägt, so wie die Schleißheimer Schloßpfeiffer. © Patrik Stäbler
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8 / 16Nach dem Festgottesndienst geht’s zurück zum Festzelt am Florianseck - per Festzug durch den Ort. © Patrik Stäbler
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9 / 16Ein Meer aus Fahnen auf der Festwiese. © Patrik Stäbler
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10 / 16Einige Burschen sind sichtlich erschöpft vom Spaziergang durch die Sonne und suchen sich erst mal ein schattiges Plätzchen - so wie der Burschenverein Einigkeit aus Siegertsbrunn. © Patrik Stäbler
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11 / 16Gottesdienst auf der Festwiese, den auch Bürgermeister Edwin Klostermeier (von links), der Putzbrunner Bundestagsabgeordnete Florian Hahn, Landrat Christoph Göbel und die stellvertretende Landrätin Annette Ganssmüller-Maluche verfolgen. © Patrik Stäbler
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12 / 16Einige Burschen nutzen den Festgottesdienst freilich auch zum Ausruhen - oder für ein Nickerchen. © Patrik Stäbler
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13 / 16Hunderte Besucher sind zum Festgottesdienst auf der Wiese hinter dem Bürgerhaus gekommen. © Patrik Stäbler
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14 / 16Das Ziel des morgendlichen Festzugs ist die Festwiese hinter dem Bürgerhaus. Dort findet der Festgottesdienst unter freiem Himmel statt. © Patrik Stäbler
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15 / 16Der ökumenische Gottesdienst wird geleitet von Diakon Karl Stocker und der evangelischen Pfarrerin Barbara Hopfmüller. © Patrik Stäbler
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16 / 16Den Schluss des Festzugs bildet der Burschenverein "Heiterkeit" Schmatzhausen, der seinem Name alle Ehre macht. © Patrik Stäbler

Putzbrunn -  Ganz am Ende herrscht Heiterkeit – im doppelten Sinne. Gut 50 Vereine sind bislang auf dem Weg zur Festwiese hinterm Bürgerhaus vorbeimarschiert, da klafft plötzlich eine Lücke. Verantwortlich hierfür ist die letzte Gruppe des Festzugs, der Burschenverein Heiterkeit Schmatzhausen aus dem Kreis Landshut. Seine Mitglieder stehen auf der Glonner Straße vor der Kirche und warten darauf, dass die Ampel grün wird – obschon die Polizei hier längst alles abgesperrt hat und daher weit und breit kein Fahrzeug zu sehen ist. „Aber wir halten uns natürlich an die Regeln!“, ruft einer der Burschen, die sichtlich Spaß an ihrer Aktion haben. Kaum schaltet die Ampel auf Grün, spurten die Schmatzhausener los, um den Anschluss zum Festzug wieder herzustellen – feixend und lachend.

 Doch nicht nur bei der Heiterkeit ist die Laune prächtig: Auch auf der Festwiese, wo sich zig Burschenvereine, Spielmannszüge und sonstige Putzbrunner Gruppen sowie hunderte Besucher eingefunden haben, ist die Stimmung prima. Kein Wunder, schließlich strahlt pünktlich zum heutigen Höhepunkt der Feierlichkeiten anlässlich des 125. Geburtstags des Putzbrunner Burschenvereins die Sonne von Himmel. 54 Vereine haben sich in der Früh am Festzelt am Florianseck getroffen und sind von dort zur Festwiese gezogen, wo nun ein ökumenischer Festgottesdienst stattfindet. 

Diakon Karl Stocker lobt den Burschenverein, der sich dem Erhalt des Brauchtums verschrieben habe – etwa durch die „unübertreffliche Begleitung“ beim Maibaumaufstellen. „Solche Traditionen schaffen Gemeinschaft“, betont Stocker, der zugleich zu bedenken gibt: „Aber Traditionen ändern sich auch.“ Dass heute etwa eine evangelische Pfarrerin den Gottesdienst mitgestalte, sei vor 125 Jahren „schier unvorstellbar“ gewesen. Die angesprochene Pfarrerin Barbara Hopfmüller geht derweil auf die Fahne der Putzbrunner Burschen ein, die anlässlich des Jubiläums restauriert wurde und an diesem Tag ihren Segen erhält. Auf ihr stünden die Begriffe Frohsinn, Fleiß, Religion und Heimatliebe. „Heimat ist heute dort, wo ich mich wohlfühle“, sagt Hopfmüller. „Und der Burschenverein leistet einen wichtigen Beitrag, dass sich viele Putzbrunner Bürger in ihrer Heimat wohlfühlen.“ 

Eine Wohlfühlatmosphäre herrscht auch hinterher, als der Festzug zurück zum Florianseck und einmal durch Putzbrunn zieht – vor den Augen von aberhunderten Besuchern am Straßenrand. „Der Festzug war genial, besser hätte es nicht sein können“, resümiert Sebastian Schmelzer, der Vorsitzende des Burschenvereins, dessen 39 Mitglieder in den vergangenen Wochen und Monaten unzählige Stunden mit der Vorbereitung des Geburtstagsfests verbracht haben. „Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden, wie‘s gelaufen ist“, sagt der 27-Jährige. „Die Arbeit hat sich gelohnt.“

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