Keinen Radweg baut die Gemeinde Putzbrunn auf diesem Teil der Theodor-Heuss-Straße – zumindest vorerst.
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Keinen Radweg baut die Gemeinde Putzbrunn auf diesem Teil der Theodor-Heuss-Straße – zumindest vorerst.

Erstmal warten, was die Stadtwerke machen

„Kompletter Unsinn“: Theodor-Heuss-Straße wird vorläufig nicht saniert

  • Bert Brosch
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Der Putzbrunner Gemeinderat hat sich dagegen entschieden, sich an die Bauarbeiten der Stadtwerke in der Theodor-Heuss-Straße dranzuhängen. Eine Sanierung ist vorerst vom Tisch

Putzbrunn – Einstimmig hat sich der Bauausschuss dafür entschieden, die Theodor-Heuss-Straße vorläufig nicht zu sanieren. Damit wird auch keine der Varianten eines eigenen Radwegs oder einer Radspur realisiert.

Die Stadtwerke München (SWM) reißen ab April die Straße im Ortsteil Waldkolonie auf und verlegen auf einer Länge von 525 Metern ab der Ottostraße in Riemerling eine Fernwärmeleitung. Die Gemeinde Putzbrunn überlegt, ob sie sich an diese Bauarbeiten nicht anhängen und die Theodor-Heuss-Straße gleich sanieren und einen Radweg bauen könnte.

Polizei: Straße kein Unfallschwerpunkt

Im Dezember wurden mehrere Varianten von Sanierungen und Fahrradwegen erörtert. Konkret prüfen sollte die Verwaltung eine Variante, bei der es nur noch auf der östlichen Straßenseite Parkplätze gibt, dafür einen separaten Rad- und Gehweg westlich der Fahrbahn. Ebenso sollte sie den Vorschlag von Grünen und GPP untersuchen, die Straße in eine Fahrradstraße zu wandeln. Schließlich ging es noch um eine bloße Fahrbahnsanierung im Zuge der Fernwärme-Bauarbeiten.

Wie Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD) erörterte haben die SWM mitgeteilt, dass die Sanierung die Gemeinde mindestens 35 000 Euro koste. Dies seien aber nur die Kosten bis zur Straßenmitte, da die Baufirmen der SWM nur den Rohrbau ausführen und keine Straßenbaufirmen sind. Die andere Hälfte des Straßenabschnitts müsse ein anderes Bauunternehmen sanieren. Für Klostermeier ist das „kompletter Unsinn“, so viel Geld auszugeben, nur damit die Straße hinterher ein bisschen saniert ist. „Wir hätten das auch bis April niemals planen können, denn da wollen die Stadtwerke beginnen zu graben, dazu fehlen uns im Bauamt einfach die Kapazitäten“, sagte er. Die Varian-ten mit den Radwegen müsste man noch genau prüfen, denn es würden zahlreiche Parkplätze wegfallen. „Die sozialen Einrichtungen an der Straße hätten zwar den Platz, diese Parkplätze auf ihren Grundstücken anzulegen – aber zwingen können wir sie nicht“, so der Bürgermeister. Der Bauausschuss war sich einig, jetzt keine Entscheidung übers Knie brechen zu wollen und sich die Bauarbeiten der Stadtwerke erst einmal anzuschauen.

Außerdem: Laut Polizei sei die Straße weder viel befahren noch ein Unfallschwerpunkt, führte Klostermeier aus, ein Radweg sei also unnötig.

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