Ein Vorschlag für die Vorläufer-Klassen-Container wäre das Grundstück an der Münchner Straße. Dort entsteht auch das neue Kinderhaus.
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Ein Vorschlag für die Vorläufer-Klassen-Container wäre das Grundstück an der Münchner Straße. Dort entsteht auch das neue Kinderhaus.

Standort für Vorläuferklassen gesucht

Neues Gymnasium: Unterrichtsstart in Containern

  • Bert Brosch
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Im September 2025 könnte das neue Gymnasium in Putzbrunn eröffnen. Unterricht könnte aber schon früher stattfinden - in Containern. Wo die stehen sollen, ist noch unklar.

Putzbrunn – Läuft alles ideal, könnte das Putzbrunner Gymnasium im September 2025 eröffnen. Der Unterricht soll aber schon früher starten: Ab Herbst 2023 sollen die Vorläuferklassen in Containern unterrichtet werden. Für das Containerdorf sucht der Zweckverband staatliche weiterführende Schulen im Südosten des Landkreises nun einen Standort.

Laut Bürgermeister Edwin Klostermeier ist es üblich, dass in den Gemeinden, wo eine neue Schule errichtet wird, bereits einige Zeit vorher sogenannte Vorläuferklassen gebildet werden, meist in Containern. Das Gymnasium Putzbrunn wird das nächste im Landkreis sein. Um den Betrieb mit der Fertigstellung aufnehmen zu können, sollen auch hier zwei oder drei Jahre vor Inbetriebnahme der Schule diese Vorläuferklassen eingerichtet werden. „Wie mir mitgeteilt wurde, platzen aktuell die Gymnasien in Ottobrunn und Neubiberg aus allen Nähten. Daher möchte der Zweckverband so schnell wie möglich – am besten noch im Herbst 2021 – Schulcontainer bei uns aufstellen. Kosten entstehen für uns dabei keine“, sagte Klostermeier.

„Auf keinen Fall würde ich eine Ackerfläche anmieten“

Nun müsse man dem Zweckverband mögliche Standorte mitteilen, damit dort Strom, Wasser- und Abwasserversorgungen geplant und verlegt werden könnten. „Die genaue Größe und Anzahl der Container steht noch nicht fest. Aber wir erhalten ja ein vierzügiges Gymnasium, dann sollten drei Jahrgänge untergebracht werden mit Klassenräumen, Fachräumen, Sportanlagen und einem Pausenhof“, erläuterte der Bürgermeister. Die Gemeinde hätte dafür eigene Grundstücke, die man anbieten könne, aber ebenso könnten welche angemietet werden.

Josef Jakob (FWG) plädierte für das Gemeinde-Grundstück an der Münchner Straße neben dem Busbahnhof, dort, wo man erst kürzlich die Pläne für das Kinderhaus verabschiedet hatte. „Auf keinen Fall würde ich eine Ackerfläche anmieten, nach fünf Jahren müsste man alles wieder rückbauen.“ Michael Adamski (SPD) wunderte sich über diesen Vorschlag: „Wir haben doch extra gesagt, dass wir das Kinderhaus nicht neben dem Gymnasium wollen. Mein Vorschlag wäre das freie Grundstück neben dem neuen Gymnasium.“ Tobias Stokloßa (CSU) präferierte den Sportpark am Florianseck. Dort sei schon alles gut erschlossen. Maria Hechl (GPP) empfahl, eine Fläche neben dem neuen Gymnasium anzumieten, „die Vorläuferklassen in den Containern neben der Baustelle Gymnasium finde ich gut. Da sehen wir schon mal gleich, was auf uns zukommt.“ Dem schloss sich auch Alfons Meßner (CSU) an: „Die Infrastruktur muss dort eh gebaut werden, dann kommt das eben ein bisschen früher.“

Klostermeier bedankte sich für die Vorschläge und wollte die Ideen mit in den Zweckverband nehmen.

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