Aus dem Ort verbannen will die GPP Laster wie diesen. Seit fast einem Jahr erstellt der Landkreis dazu eine Studie für alle 29 Gemeinden. Foto: bb
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Aus dem Ort verbannen will die GPP Laster wie diesen. Seit fast einem Jahr erstellt der Landkreis dazu eine Studie für alle 29 Gemeinden.

Landkreis-Studie läuft

Weiter warten auf das Laster-Verbot

  • Bert Brosch
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Die GPP drängt erneut auf ein Lkw-Durchfahrtsverbot für Putzbrunn. Der Bürgermeister mahnt dazu, auf die Ergebnisse einer entsprechenden Studie zu warten.

Putzbrunn – Laster raus aus Putzbrunn – das fordert Fraktion Gemeinschaft pro Putzbrunn (GPP) und hat deswegen den Antrag gestellt, dass sich Bürgermeister Edwin Klostermeier (SPD) dafür einsetzt. Der verwies darauf, dass er sich seit Jahren um das Thema Lkw-Durchfahrtsverbot kümmere und der Landkreis München seit knapp einem Jahr eine Studie dazu erstelle. „Noch gibt es da aber keine Ergebnisse“, erklärte der Rathauschef.

Seine Fraktion wolle, erläuterte Walter Hois (GPP) im Verkehrsausschuss am Dienstag, eine Regelung die verhindert, dass Lastwagen von der Autobahn bei Stau oder, um Maut zu vermeiden, durch Putzbrunn fahren. „Der Lkw-Verkehr auf der B 471 ist dramatisch, immer mehr weichen auf die Bundesstraße aus und fahren durch Putzbrunn-Ort“, sagte Hois. Das österreichische Bundesland Tirol habe die ideale Lösung aufgezeigt: Dort werde rigoros verhindert, dass bei Staus auf der Autobahn die Ortschaften unter dem Verkehrsaufkommen ersticken.

„Wir können unsere Durchfahrt nicht sperren, ohne...“

Klostermeier konnte den Antrag nicht nachvollziehen. Er habe doch seit Jahren mehrfach im Gemeinderat über seine Bemühungen, auch gemeinsam mit den Kollegen aus Haar und Grasbrunn, berichtet. „Ich habe zunächst vor Jahren alleine an das Landratsamt und an den bayerischen Innenminister Hermann geschrieben, unserer Situation geschildert und um eine rasche Lösung gebeten“, erinnert der Bürgermeister. „Dann schlossen sich zahlreiche andere Gemeinden an, bis schließlich das Landratsamt reagierte.“

Nicht zuletzt durch seine Initiative und die der Kollegen habe Landrat Christoph Göbel (CSU) das Thema aufgegriffen und am 11. Februar 2020 verkündet, dass das Landratsamt aufgrund zahlreicher Beschwerden fast aller Landkreis-Kommunen eine große Studie zum Thema Lkw-Durchfahrtverbot erstellen werde. „Fakt ist: Wir können unsere Durchfahrt nicht sperren, ohne eine Alternative anzubieten“, betonte Klostermeier. „Davon sind dann die Nachbarkommunen betroffen. So geht es natürlich im gesamten Landkreis.“

Hois bat dennoch darum, der Bürgermeister solle noch einmal nachfragen „und Druck ausüben auf den Landkreis und den Landrat, dass sich da etwas bewegt. Wir wollen nicht abwarten, sondern aktiv sein“, sagte Hois. Er habe erst im Spätherbst beim Landratsamt nachgefragt, entgegnete Klostermeier. Die Antwort? „Man sei noch nicht fertig und es gebe noch keine Ergebnisse.“

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