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Kreissparkasse führt Strafzins ein: Kunde ist sauer - „Ich lege es darauf an“

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Von: Max Wochinger

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Das Logo der Sparkasse an der Hauswand
Das Logo der Sparkasse an einer Hauswand. © Soeren Stache / dpa

Die angekündigten Strafzinsen der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg verärgern Bankkunden. Rüdiger Förster aus Putzbrunn geht nun aufs Ganze.

Putzbrunn - Der Teufel steckt im Detail. Die Informationen über Strafzinsen erreichten den Steuerberater Rüdiger Förster gut versteckt, auf der Rückseite eines Anschreibens der Kreissparkasse. „Mal so nebenbei und schön verklausuliert erwähnt“, sagt der Putzbrunner. Er ist sauer.

„Die uns Kunden zugesandte neue Preisliste ist aus meiner Sicht vollkommen überzogen“, sagt Förster. Zum Teil würden die Gebühren - insbesondere Postengebühren - verdreifacht. Rüdiger Förster habe der Bank mitgeteilt: nicht mit mir. Er hat seine Zustimmung verweigert.

Verwahrentgelt für Bankkunden

Zum neuen Jahr verlangt die Kreissparkasse (KSK) ein Verwahrentgelt, auch Strafzins genannt. Es sind Entgelte, die Banken auf die Einlagen ihrer Kunden erheben. 0,5 Prozent verlangen die Kreditinstitute. Dazu kommen 0,1 Prozent Verwaltungsgebühr für Geschäftskunden. Die Gebühren müssen ab dem ersten Euro auf dem Geschäftskonto bezahlt werden. Bisher hat die Sparkasse auf den Strafzins verzichtet. Damit ist nun Schluss.

Der Steuerberater Rüdiger Förster hat seine gewerblichen Mandanten auf die Kostenerhöhungen hingewiesen. Sie sollen nicht von den Preiserhöhungen überrascht werden, sagt er.

Risiko der Kündigung

„Ich bin mir bewusst, dass ich das Risiko auf mich nehme, seitens der KSK nach über 25 Jahren als Privat- und nach über 16 Jahren als Geschäftskunde eine Kündigung der Kontenverbindungen zu erhalten“, sagt der Putzbrunner. Aber darauf lege er es an. Die KSK München Starnberg Ebersberg sei nicht seine einzige Bankverbindung.

Strafzins - so heißt das Schreckgespenst von Sparern und Geschäftsleuten. Die Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg senkt die Freibeträge zum Jahreswechsel erheblich. Das bringt Ärger mit Kunden.

Ob der Kunde aus dem Landkreis München gekündigt wird, ist noch nicht bekannt. „Als kundenorientierte und lokale Bank ist für mich die KSK jedenfalls tot“, sagt Förster. 

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